15 November 2017 | Landwirtschaft

MAWF schätzt sich selbst ein

Minister schwört seine Abteilungsleiter auf gemeinsame Linie ein

In einem ungewöhnlichen Fall lud das Ministerium für Landwirtschaft, Wasserversorgung und Forstwirtschaft die Medien zu einer Standortbestimmung ein und entschied sich anscheinend kurzerhand anders, wodurch die Medienvertreter nach kurzer Zeit entschuldigt wurden und sich das MAWF-Management hinter geschlossenen Türen traf.

Von Frank Steffen, Windhoek

Es war nicht zu überhören, dass sich John Mutorwa als Chef des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserversorgung und Forstwirtschaft (MAWF), am Montag in letzter Minute gegen eine Versammlung mit seinen Abteilungsleitern im Beisein der Presse entschieden hatte. Einleitend beruhigte er seine Kollegen, indem er in seiner Begrüßungsrede darauf hinwies, dass er von Gerüchten in den Gängen des MAWF wisse, laut denen er eine Versammlung im Beisein der Medien veranstalten wolle, um den säumigen Mitgliedern seines Management-Teams den Kopf in der Öffentlichkeit zu waschen.

„Nichts liegt mir ferner als das. Ich glaube allerdings daran, dass die Presse ein fester Bestandteil unserer öffentlichen Arbeit ist. Sie muss informiert werden“, erklärte der Minister und kündigte dann unverhofft an, dass die Presse entgegen einer anderslautenden Einladung nur anfangs willkommen sei, an der Versammlung teilzunehmen.

Der Minister erklärte immerhin warum er seine Vize-Ministerin, Staatssekretäre sowie nahezu die gesamte Chefetage der verschiedenen Landwirtschaftsgremien (NAB, AMTA, Ackerbau-Projektleiter und Schlachthofvertretern), die betroffenen Leiter der Wasserversorgungabteilungen (inklusive Dr. Vaino Shivute von NamWater) und sogar den Chef der Forstwirtschaftsabteilung zusammengerufen hatte. „Wir brauchen nicht allesamt genau wissen was in der jeweiligen Abteilung los ist, aber wir sollten mindestens darüber Bescheid wissen, damit wir Missverstände vermeiden, wenn sich Drittparteien - bspw. die Medien - bei uns über etwas erkundigen“, erklärte Mutorwa und verlangte von den MAWF-Abteilungen mehr gegenseitige Unterstützung.

Der Tag schien zu kurz für die massive Tagesordnung, denn der Minister wollte Haushaltsfragen zu diesem und dem nächsten Budget ansprechen. Verschiedene Schlachthöfe in den Kommunalgebieten, die entweder als neu-eingeführte Projekte oder in Planung stehen, sollten besprochen werden und im Falle der Wasserversorgung sollten die Themen Neckartal-Damm, die landesweiten Bohrlöcher und die Wasserversorgung insgesamt evaluiert werden. Dazu gehören auch Grundwasservorkommen in den nördlichen Becken (z.B. Cuvelai-Becken). Dem sollten die im Lande verstreuten Ackerbauprojekte sowie der Stand der Viehproduktion folgen.

Misika warnte die Anwesenden, dass der Haushalt in diesem Jahr mit 182 Mio. N$ von 2,1 Milliarden N$ auf 2,4 Mil. N$ erhöht worden sei (wovon bereits 1,69 Mil. N$ ausgeben wurden), dass aber im Budget 2018/2019 nur 1,967 Milliarden N$ vorgesehen seien. „In Erwartung dessen, gehen wir jeder Ausgabe nach und schneiden wo wir können“, meinte Misika und gibt zu, dass die Telefonzulagen mit 900 N$ pro Angestellten pro Monat zu hoch lagen. Jetzt bekäme jeder eine Standardzulage von 499 N$ pro Person (billigerer MTC-Vertrag). Dabei habe man festgestellt, dass Pensionäre und Ex-Arbeitnehmer immer noch ihr Telefon bezahlt bekämen: „Im ersten Monat haben wir bereits mehr als 100000 N$ gespart!“

Alle städtischen Kosten, Staatsfahrzeug- und EDV-Kosten werden untersucht und habe sich erwiesen, dass Unterhaltskosten für Autos gezahlt wurden, die nicht fahrtauglich sind. Man wolle Büroräume und Scheunen mit anderen Ministerien teilen oder derer Infrastruktur nutzen, anstatt eigene Räume anzumieten. Vize-Staatsekretärin Esther Kaapanda zeigte sich allerdings in dieser Zeit besorgt über die weiteren 300 Struggle-Kids, die angestellt werden müssen.

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