27 Oktober 2016 | Meinung & Kommentare

Mastbetrieb als Henker

Schon wieder befindet sich der Schlachtbetrieb Meatco aus den verkehrten Gründen in den Schlagzeilen. Unlängst ging das Gerangel los, unter welches Ministerium die Meatco nun eigentlich gehört? Dabei einigten sich die betroffenen Ministerien (bzw. Minister) relativ schnell. Der für die Farmer so wichtige Fleisch-Exporteur ressortiert zukünftig unter das Ministerium für Staatsbetriebe und nicht dem Landwirtschaftsministerium. Nur der Betriebsrat und die Geschäftsführung schienen sich uneinig, wie die Verschiebung der Jahreshauptversammlung aufgrund der ausstehenden Gesetzesänderung vor sich zu gehen habe. Der Beobachter konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Geschäftsführer, Adv. Vekuui Rukoro, dem Vorstand seinen Willen aufzwingen wollte.

Nach der Schließung des Okapuka Mastbetriebs durch das Veterinäramt wegen des Mittels Zeranol, gab es wieder ein Spektakel. Rukoro drosch verbal auf den zuständigen Tierarzt, Dr. Maseke, ein und per Presseerklärung drohte Meatco den Fleischproduzenten mit Preisverminderungen. Der Vorstand relativierte die Erklärungen mit Gegendarstellungen und erklärte gestern sogar, dass die Vorgehensweise des Veterinäramts lobenswert und konsequent war. Direktor Kubas und die Vorstandsvorsitzende Namundjebo-Tilahun bestätigten zweimal ausdrücklich, dass alle Presseerklärungen nach der zweiten Augustwoche, seitens der Geschäftsführung unrechtmäßig gemacht worden waren, da der Vorstand sich selbst dieser Angelegenheit angenommen hatte.

Wem darf die Presse in Zukunft glauben? Wenn der Mastbetrieb beinahe zum Henker des namibischen Fleischbetriebs wurde, trifft dies dann auch auf den Geschäftsführer zu?

Von Frank Steffen

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