28 Juni 2011 | Lokales

Massiver Ansporn zur Bildung

Windhoek - "Unser Volk schaut mit hoher Erwartung auf diese Konferenz", warnte Präsident Hifikepunye Pohamba zur Eröffnung. "Wir dürfen die Leute nicht enttäuschen. Was immer hier getan wird - es muss für jedes Kind die Bildungsqualität in Namibia verbessern ... Diese Konferenz sollte die Probleme analysieren, die unser Schul- und Berufsbildungssystem hindern, um dann den Konsens zu einem Sanierungsprogramm und zur Aufgabe für diverse Rollenträger des Sektors herzustellen, damit das Bildungsversprechen für jedes Kind in Namibia erfüllt werden kann, guten Unterricht und gute Erziehung zu erhalten." Vor den rund 2000 Delegierten sprach Pohamba noch den Auftrag an die Konferenz aus, dass er "eine deutliche und ausführbare Marschroute zu einer umfassenden Bildungsreform erwartet, die ich dem Kabinett vorlegen will".
Neben zahlreichen Delegierten aus den Schulen der 13 Regionen sowie aus den Hoch- und Berufsschulen waren gestern auch die Gouverneure der Regionen anwesend. Präsident Pohamba hat bei der Begrüßung etwa zwei Seiten heruntergelesen, bis er alle Rollenträger, darunter auch Diplomaten und internationale Bildungsexperten, erfasst hatte. Ausgesuchte Schulen haben das Eröffnungsprogramm mit jugendlichen Sprechchören untermalt, die vor der Rede des Bildungsministers Dr. Abraham Iyambo sowie vor Pohambas Einführungsworten jeweils ein "Preisgedicht" auf den Redner vorgetragen haben, das beim Publikum sehr gut ankam.
Die Hauptredner haben neben Präsident Pohamba die Kernproblematik angerissen. Zu Wort kamen Bildungsminister Iyambo mit einer selbstkritischen Bestandsaufnahme, Premier Nahas Angula zum Thema "Bildung nach der Unabhängigkeit", Prof. Joseph Diescho von der Universität von Südafrika über "Bildung vor der Unabhängigkeit" und Prof. Mutumbuka aus Simbabwe über Bildungsstatistiken. Die Konferenz verläuft abwechselnd in Plenarsitzungen und in Arbeitsgruppen über das breite Spektrum der Bildungsthemen vom Kindergarten bis zur Hochschule, von Personalfragen bis zur Finanzierung, von Leistungsbewertung bis zur Schulleitung.
Bildungsminister Dr. Iyambo hat mit seiner Einführung den gesamten Bereich umrissen. Für das Haushaltsjahr 2011/12 gibt der Staat (beziehungsweise der Steuerzahler) 8,3 Milliarden N$ für alle Bildungsbereiche aus, das bedeutet eine Steigerung um 361 Prozent seit dem Haushaltsjahr 2000/2001, als der Bildungsposten 1,8 Milliarden N$ betrug. Davon entfallen 90% auf Gehälter und Betriebsausgaben, während die übrigen zehn Prozent für Schulbauten und andere Infrastruktur verwendet werden. Das Ministerium zählt im ganzen Land 1702 Schulen. Im Jahr 2000 waren es noch 1513. Neben der Ausfallquote an Schülern, obwohl 98% eingeschult werden, hat Iyambo einen der kritischen Punkte schon selbst angesprochen: die automatische Versetzung trotz ungenügender Leistung, woraus die hohe Anzahl von Schülern hervorgeht, die die Klassen 10 und 12 nicht bestehen.
Nahas Angula setzte den selbstkritischen Ton fort: "Wir brauchen innovative Führungskräfte und Leistung für die Gelder. Wir brauchen strategisches Denken mit Konzentration. Reden sind billig. Die Tat ist die Herausforderung."

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