07 Dezember 2018 | Lokales

Massive Entwicklung im Norden

Grünschloss: „Aus Tsumeb soll ein afrikanisches Dubai werden“

Östlich der Ortschaft Tsumeb soll auf knapp tausend Hektar eine Universitätsstadt errichtet werden. Diese Entwicklung könnte die Einwohnerzahl der ehemaligen Minenstadt von 17500 auf knapp 80000 anwachsen und Tsumeb zu einer wohlhabenden Stadt im südlichen Afrika heranwachsen lassen.

Von Frank Steffen, Windhoek

Im Beisein des Vizeministers für öffentliche Arbeiten und Transport, Sankwasa James Sankwasa, und dem Bürgermeister von Tsumeb, N Shetekela, sowie dessen Stadtratskollegen und vielen weiteren Ehrengästen, präsentierte der Tsumeber Geschäftsmann, Karel Grünschloss, die geplante Entwicklung einer Universitätsstadt unter dem Namen „MKP Tsumeb Medical University.“

„Ich möchte das aus Tsumeb ein namibisches und afrikanisches ‚Dubai‘ wird“, erklärte Grünschloss und schätzt diese Entwicklung als eine der größten je in Afrika ein. Geplant ist ein Universitätskrankenhaus, das mindestens 5000 Leute beschäftigen soll. „Dazu gehören die Lehrstühle sowie Arbeiter, denn an der Universität sollen zu jeglicher Zeit 25000 Studenten ihren Beruf erlernen - etwa 5000 pro Jahrgang. Tsumeb soll zu dem Ort werden, an dem sich sämtliche afrikanische Studenten, die eine medizinische Berufslaufbahn wählen, ausbilden lassen“, führte der Geschäftsmann aus.

Tsumeb eigne dafür, da Platz und Wasser vorhanden sei. Die Universitätsklinik soll Platz für 800 Betten haben und in der Nachbarschaft sollen sechs Hotels entstehen. Der Flugplatz soll ausgebaut werden und eine drei Kilometer lange Landebahn einschließen, „denn wir erwarten Jets der Größenordnung Boeing 747 und Dreamliner“, so Grünschloss, der weitere Entwicklungen ankündigte: 64 Bürokomplexe, Lagerräume, Verwaltungsgebäude für Lokal- und Regionalverwaltung, Auditorium mit Sitzplätzen für 10000 Leute, Casino, Einkaufszeilen und Kaufhauszentren, 300 Luxusvillen, 5000 Luxus-Wohnungen für Angestellte und eine moderne Infrastruktur.

Auf Nachfrage der AZ im Betrieb MKP-Südafrika, der als Entwickler genannt wird, stellte sich daraufhin der „wirkliche Eigentümer“ dieser Entwicklung vor - Bizwell Mutale aus Sambia. Mutale sucht eine „afrikanische Lösung für Afrika“. Er besitze unzählige Investitionen dieser Art in Sambia, Mali, Ghana, Nigeria, Ägypten und weiteren Ländern Afrikas. Zehn Prozent des Besitzes soll indessen an die Stadt Tsumeb gehen. „Ich werde etwa 25 Unternehmer beschäftigen, denn ich will das fünf-Jahres-Projekt bereits in zweieinhalb Jahren in die Tat umsetzen. An erster Stelle werden wir lokale Bauunternehmen beschäftigen und diese mit internationalen Unternehmen zusammenführen, so sie nicht den Auftrag allein stemmen können“, erklärte Mutale. Er habe 64 Unternehmen aus Europa an der Hand, die Interesse an der Mitarbeit hätten.

Wenn Grünschloss noch von einem Investment von 20 Milliarden N$ wusste, sprach Mutale von etwa 3,4 Milliarden N$.

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