29 Oktober 2018 | Wirtschaft

Mangelnde Transparenz auf staatlichen Webseiten

Forschungsinstitut IPPR kritisiert Informationsdefizit auf Internetauftritten namibischer Ministerien

Windhoek (nic) – Die meisten Ministerien veröffentlichen auf ihren Internetseiten keine oder nur unvollständige Informationen zu ihren öffentlichen Auftragsausschreibungen und -vergaben. Zu diesem Schluss kam das Instituts öffentlicher Politforschung (IPPR) nach seien neusten Recherchen für die Publikationsreihe „Procurement Tracker Namibia“. Die Oktoberausgabe wurde am Dienstag vergangener Woche von Frederico Links in den Windhoeker Räumlichkeiten des Instituts vorgestellt.

Laut Links wurden bei den Recherchen insgesamt 29 Internetauftritte von Ministerien unter die Lupe genommen, von jenen elf gar keine Informationen zum öffentlichen Auftragswesen bereitstellen würden und „die meisten anderen“ nur „Basisinformationen“. 245 Beschaffungsinitiativen hätten dabei eigentlich auffindbar sein müssen, so Links. „Das Ministerium für Bildung, Kunst und Kultur ist im aktuellen Finanzjahr bislang sieben Beschaffungsprozesse unterlaufen, doch keiner davon ist auf der Website ausgeführt“, erklärte Links. So auch auf der Homepage des Finanzministeriums, das eigentlich „der Wächter“ des Auftragswesens sei und daher mit gutem Beispiel vorangehen müsse, meinte der IPPR-Mitarbeiter.

Links bemängelt zudem noch eine weitere Tatsache: So würden einige der Internetseiten der Ministerien nicht die URL „gov.na“ haben und damit ihre Glaubwürdigkeit degradieren. In diesem Zusammenhang bemängelte Links auch, dass viele Beamte ihre private E-Mail-Adresse verwenden würden, was nicht nur unprofessionell, sondern auch verdächtig im Hinblick auf Korruption und Betrug sei. „Wenn wir uns an den Skandal um Hillary Clinton erinnern, wird verständlich, warum dies in anderen Ländern schlichtweg verboten ist“, so Links.

Als Grund für die fehlende Transparenz auf den Internetauftritten konnte der IPPR-Mitarbeiter keine eindeutige Erklärung geben. „Mit Sicherheit spielt Geld eine Rolle und mangelnde Personalkraft“, erklärte er. Aber es sei auch ein Problem, weil die Menschen schlichtweg ihren Job nicht ausführen würden.

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