08 Juli 2019 | Energie

Ölraffinerie bei Walvis Bay

Stadtrat will Investoren locken und die Entwicklung ankurbeln

Das in Namibia registrierte Unternehmen Clasox Petroleum will bei Walvis Bay eine Ölraffinerie entwickeln. Der Stadtrat der Hafenstadt unterstützt das Vorhaben der Firma und reserviert für die Neuentwicklung ein zehn Hektar großes Grundstück nahe Düne 7.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Walvis Bay

Dem Bau einer Ölraffinerie unweit Walvis Bays steht noch ein weiter Weg bevor, denn das von ihr beantragte Areal bei Düne 7 – bekannt als Farm 58 – muss noch erst als Teil der Stadt Walvis Bay proklamiert werden. Daher hat der Stadtrat der Hafenstadt zwar das Vorhaben von Clasox Petroleum während seiner jüngsten Sitzung unterstützt, aber den beantragten Boden lediglich für die Entwicklung reservieren können.

Laut der Beschlussvorlage der Ratssitzung hat das Unternehmen Clasox Petroleum (Pty) Ltd (2014/0387) zu Anfang des Monats April einen Antrag für den Grund und Boden und die Errichtung einer Ölraffiniere eingereicht. „Der Antragsteller hat der Exekutive einen Entwicklungsvorschlag präsentiert und noch im gleichen Monat zehn Hektar Land beantragt“, heißt es. Näheres wird allerdings nicht bekanntgegeben.

Das Grundbuchamt hat dem Stadtrat vom Verkauf eines Grundstücks nahe Düne 7 abgeraten, da Farm 58 noch nicht dem Stadtgebiet einverleibt wurde. Das Katasteramt rät sogar ab von einem Pachtvertrag bis die Übertragung Gültigkeit erhält. „Sobald dieses Verfahren abgeschlossen ist, wird der Stadtrat imstande sein, Grundstücke an potentielle Antragssteller zu verkaufen“, heißt es.

Den Bau einer Ölraffinerie unterstütze der Rat schon darum, weil dadurch Arbeitsplätze geschaffen würden, welches die Armut in Walvis Bay eindämmen würde. „Walvis Bay hat im Verlauf der vergangenen sechs Jahre ein erhöhtes Wachstum verzeichnet, welches sich voraussichtlich fortsetzen wird. Darüber hinaus wurde Walvis Bay im Zusammenhang mit den Entwicklungszielen des Nationalen Entwicklungsplanes NDP5 als Wachstumszentrum für die Industrialisierung identifiziert“, heißt es.

Im Gespräch mit der AZ-Schwesternzeitung Erongo äußerte sich der Bürgermeister von Walvis Bay, Immanuel Wilfred, zu diesem Vorhaben und sagte, dass die Stadt mit diesem Entschluss Investoren locken wolle. „Wir hoffen, dass bald ein detaillierter Antrag vorliegt“, sagte er und ergänzte, dass die Entwicklung einer Ölraffinerie eine „erhebliche Investition“ für Walvis Bay darstelle. „Das bedeutet hinsichtlich ausländischer Investitionen viel für das Land, die Region und die Hafenstadt. Die Regierung unterstützt und fördert solche Initiativen“, berichtet er.

Wilfred wollte allerdings keine weiteren Details nennen und sagte lediglich, dass nach der Erschließung von Farm 58 Verhandlungen um den Verkauf des beantragten Grundstücks beginnen würden. „Derartige Verhandlungen könnten einen Besuch bei einer Partner-Ölraffinerie in Bulgarien beinhalten“, verriet er.

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