01 Dezember 2016 | Gesundheit

Lob und Vorbild für Namibia

HIV-/Aids-Konferenz beendet – Namibier sollen sich aktiv beteiligen

Heute ist Welt-Aids-Tag. Aus diesem Anlass diskutierten Experten über den Kampf gegen die Seuche auf einer Konferenz in Swakopmund. Dabei hat die südafrikanische Sängerin Yvonne Chaka Chaka das Land Namibia für die Erfolge in der Reduzierung von HIV-Fällen gelobt.

Die dreitägige Konferenz zum Thema HIV/Aids wurde gestern beendet. Für Aufsehen hatte zuvor Gesundheitsminister Bernard Haufiku gesorgt, als er sich zum Auftakt der Konferenz am Montag in der Öffentlichkeit auf HIV testen lassen hat. „Indem ich mich testen lasse, will ich ein Beispiel für das ganze Land geben und hoffe, dass Namibier den Mut finden, sich auch untersuchen zu lassen“, sagte Haufiku.

Der Minister glaube, dass die namibischen Männer warteten, bis sich ihre Frauen oder Freundinnen testen lassen dann entsprechend des Ergebnisses über ihre persönlichen Konsequenzen entscheiden. Haufiku betonte weiter: Wenn Namibier sich einem HIV-Test verweigern, sei das Ziel sinnlos. „Menschen können erst Behandlungen in Anspruch nehmen, wenn sie getestet wurden. Wir haben genügend Einrichtungen in Namibia, deshalb gibt es keine Ausrede, sich nicht testen zu lassen“, betonte Haufiku.

Haufiku erklärte außerdem, dass Männer der Kritik an Beschneidung keinen Glauben schenken sollen. Männer trügen immer noch ein großes Risiko bei der Übertragung von HIV und es gebe Beweise, dass eine Beschneidung das Risiko einer Ansteckung verringert. Man sollte „nicht auf Leute hören, die keine medizinische Erfahrung haben“, sagte der Minister, der selbst praktizierender Arzt ist. Und: „Wir wissen mehr über medizinische Vorteile und Nachteile.“

Behördenangaben zufolge leben derzeit 210000 Namibier mit HIV, 150000 sind Teil einer Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten (ART). Das Gesundheitsministerium hat eine sogenannte 90-90-90-Strategie gestartet. Diese besagt, dass 90% der Menschen mit HIV ihren Status kennen sollten, dass 90% der (wissentlich) Infizierten Zugang zur ART-Behandlung haben und dass 90% der sich in Therapie befindlichen Menschen eine unterdrückte Virenzahl haben. Um das erste Ziel zu erreichen, sollen bis zu 1400 Namibier jeden Monat getestet werden, 48 pro Tag und zwei Leute pro Stunde, so Haufiku.

Die südafrikanische Sängerin und Botschafterin für Unicef, Yvonne Chaka Chaka (Yvonne Machaka), besuchte die Konferenz und lobte Namibia für die Anstrengungen und Erfolge, dass HIV-Infektionsfälle sowie die Verbreitung des Virus reduziert worden seien. „Lass uns zusammen arbeiten, um die Leben von Namibier zu retten“, betonte die Sängerin. Vor zwei Jahren wurde die HIV-Infektionsrate in diesem Land mit 16,9 Prozent angegeben, was eine sinkende Tendenz der vorherigen Statistiken von 2012 (18,2%) und 2010 (18,8%) bestätigt hat. Noch vor zehn Jahren hatte die Ansteckungsrate 19,9% und im Jahr 2002 sogar 22% betragen. Die aktuellen Statistiken werden in diesen Tagen erwartet.

Der Welt-Aids-Tag findet seit 1988 jedes Jahr am 1. Dezember statt. An diesem Tag soll u.a. Solidarität mit HIV-positiven und aidskranken Menschen gezeigt werden, die nicht selten noch diskriminiert werden.

Gleiche Nachricht

 

Krankenkassen folgen Medikamenten-Urteil

vor 5 stunden | Gesundheit

Windhoek (ms) – Der Verband namibischer Krankenkassen (Namaf) hat sich zu einem Urteil des Obersten Gerichts geäußert, das Ärzten auch ohne Sondergenehmigung des Gesundheitsministers den...

Keine weiteren Fälle von Kongo-Fieber

vor 2 tagen - 28 Februar 2017 | Gesundheit

Von Nina Cerezo WindhoekNach dem Tod eines 26-jährigen Farmarbeiters aus Gobabis (AZ berichtete) konnte vorerst kein weiterer Ausbruch des Krim-Kongo-Fiebers verzeichnet werden. Dies vermeldete gestern...

Keine weiteren Kongo-Fieber-Fälle

vor 2 tagen - 27 Februar 2017 | Gesundheit

Windhoek (nic) – Nach dem Tod eines Namibiers an Kongo-Fieber ist bislang kein weiterer Fall dieser Krankheit bestätigt worden. Dies gab Gesundheitsminister Bernhard Haufiku (Bild)...

Ein Todesfall nach Kongo-Fieber

vor 3 tagen - 27 Februar 2017 | Gesundheit

Von Stefan Fischer & Nampa, Windhoek/Gobabis Nach langer Pause ist in Namibia wieder das Krim-Kongo-Fieber aufgetreten. Zuletzt wurde diese hoch ansteckende Krankheit im Jahr 1991...

Mann stirbt an Kongo-Fieber

vor 5 tagen - 24 Februar 2017 | Gesundheit

Windhoek/Gobabis (ste) – Im Staatskrankenhaus von Gobabis ist am Mittwochabend ein Mann verstorben, dessen Symptome auf Kongo-Fieber hingedeutet haben. Vor wenigen Minuten bestätigte das Gesundheitsministerium,...

Bunte Haare gegen Krebs

vor 5 tagen - 24 Februar 2017 | Gesundheit

Windhoek (fis) – Für den heutigen Freitag hat die namibische Krebsvereinigung (CAN) die Aktion „Spray-A-Thon” organisiert. Im Rahmen dieser Kampagne können sich Freiwillige die Haare...

49 Mio. N$ zur Unterstützung von Dürreopfern

1 woche her - 20 Februar 2017 | Gesundheit

Windhoek (nic) - Die US-amerikanische Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) stellt 49 Millionen N$ für die Unterstützung von Dürreopfern zur Verfügung. Wie die US-Botschaft am...

Von Risiken und Nebenwirkungen

vor 2 wochen - 15 Februar 2017 | Gesundheit

Um nichts anderes geht es im Endeffekt, wenn Ärzte und Apotheker um das Privileg streiten, Medikamente an Patienten ausgeben zu dürfen. Und um nichts anderes...

Apotheker bangen um Existenz

vor 2 wochen - 13 Februar 2017 | Gesundheit

Von Marc Springer, WindhoekDieses Urteil wird die früher bestehende Wettbewerbsverzerrung zwischen Ärzten und Apothekern wieder herstellen und vor allem Patienten schaden“, sagte ein Betroffener, der...

CAN startet Aufklärungskampagne gegen Krebs

vor 3 wochen - 06 Februar 2017 | Gesundheit

Windhoek (Nampa/nic) - Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar rief die Krebsvereinigung von Namibia (CAN) am Freitag eine Aufklärungskampagne ins Leben, die vor allem in...