31 März 2010 | Lokales

Lloyd Ulrich: Ein Lehrer kommt "nach Hause"

Ankommen wird er da wohl nie, denn "im Bildungsbereich gibt es keine Ziele, nur einen Wandel", verdeutlicht Lloyd Ulrich. "Dieser muss allerdings erfolgreich durchgeführt werden und Spaß machen." Ulrich hat seit Anfang März den Posten des PSS-Geschäftsführers inne.

Er selbst sei kein herausragender Schüler gewesen, dafür jedoch ein sehr lebhafter, sagt er. Nach dem Schulabschluss ging er nach Deutschland. "Eigentlich wollte ich mal Bauer werden", gibt er zu. Doch irgendwie habe er da wohl nicht hin gehört. Er brach diese Ausbildung ab und "wurde halt Lehrer".

1986 kehrte Ulrich - als "Südwester" in 5. Generation - in seine Heimat zurück und begann seine Lehrerlaufbahn an seiner alten Schule, dem St. Pauls College in Windhoek. Wenig später wechselte er zur Ashipena-Schule in Katutura und arbeitete sich vom Fachleiter bis zum stellvertretenden Schulleiter hoch. Dass er den richtigen Beruf gewählt hatte, merkte er an seinem Durst nach mehr Wissen. Der Lehrer aus Leidenschaft sieht die Bildung nicht als einen Schritt, sondern als eine Reise. Es zog ihn aufs Land und so baute er in Otjikondo "das tollste Schulprojekt aller Zeiten" mit auf. Toll deshalb, weil es eine Schule für damalige DDR-Kinder und hiesige Farmkinder wurde und er dort ein Zusammenschweißen von verschiedenen Ansichten erleben durfte. "Da habe ich mich richtig ausgetobt", bekundet er.

Viele Schulen habe er mit entwickeln dürfen, viele Schulleiter ausgebildet. Zuletzt wirkte er bei der Rössing-Stiftung mit. Warum nun der Wechsel zur PSS? "Ich wurde gebeten zu kommen", begründet er den Schritt, "darüber freue ich mich sehr". Zudem sei seine Aufgabe bei der Stiftung erfüllt. "Die Rössing-Stiftung hat jetzt ein klares Ziel vor Augen, die Transformation ist abgeschlossen."

Als zweiten Grund gibt Ulrich an, endlich mal "nach Hause" kommen zu wollen. Damit meint er nicht nur die langen Fahrten ("Ich bin allein im vergangenen Jahr 400 Stunden durch das Land gefahren."), sondern auch, dass er nun innerhalb seines eigenen Kulturkreises wirken möchte. Ulrich ist sich gewiss, dass ihn hier ein ganz neues herausforderndes Arbeitsfeld erwartet.

Die ersten 14 Arbeitstage sei er getragen worden. "Ich hatte einen super Einstieg." Doch jetzt gilt es nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch die Eltern richtig kennenzulernen. Denn an der PSS wird auch den Eltern die Gelegenheit gegeben, aktiv an der Ausbildung teilzuhaben. Neben dem Lehrplan komme zudem der gewaltige Druck der zukünftigen Laufbahn eines jeden Schülers hinzu. "Unsere Kids müssen heutzutage Fertigkeiten besitzen, die es zu unserer Zeit noch nicht gab", kündigt er an. "Sie können sich nicht mehr so einfach den Schuh des Vaters anziehen, sondern müssen sich ihre eigenen Schuhe kaufen." Die Erwartungen gehen somit weit über den Aufgabenbereich hinaus. "Wir können die Qualität verbessern", und genau da liege der Reiz.

"Ein Junge aus der 4. Klasse kam wenige Tage nach meinem Dienstantritt zu mir an den Konferenztisch und fragte: ,Herr Ulrich, wie ist denn so Dein Job?', und ich konnte ihm nur antworten: Mein Job ist prima."

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