24 November 2005 | Wirtschaft

Lizenz Nr. 8 geht an Kroatien

Das Ministerium für Bergbau und Energie steht vor einem Rekord. In 2005 allein werden im Öl- und Gassektor voraussichtlich mehr Explorationslizenzen vergeben als in den vergangenen 15 Jahren zusammen. Währenddessen erhärten sich Gerüchte über den geplanten Bau einer Ölraffinerie.

Windhoek - Vertreter des kroatischen Öl- und Gaskonzerns Ina Industrija haben gestern eine Ölexplorationslizenz für den Festlandblock mit der amtlichen Kennung 2416/2417 erhalten. Laut dem INA-Vorstandsvorsitzenden Tomislav Dragicevic hat sich der Konzern nach zweijährigen Voruntersuchungen "ganz bewusst" um eine Explorationslizenz für ein 17000 qkm großes Areal im Süden des Landes bei Maltahöhe beworben und sei nun hocherfreut, "bald mit seismischen 2D-Untersuchungen in Block 2416/2417 beginnen zu können". Staatssekretär Joseph Iita wies bei dem Austausch der Verträge darauf hin, dass sein Ministerium mit der Übergabe der achten Explorationslizenz dieses Jahres nur im ÖL- und Gassektor einen beachtlichen Rekord zu verzeichnen habe: "Wir stehen zurzeit in Verhandlungen über die neunte Lizenz. Sollte bis Jahresende ein Vertrag unterschrieben werden, hätten wir in 2005 mehr Lizenzen vergeben als in dem gesamten Zeitraum seit der Unabhängigkeit", so Iita. Der für die Vergabe von Lizenzen verantwortliche Kommissar für Erdöl gebundene Bodenschätze vom Ministerium für Bergbau und Energie, Immanuel Mulunga, bezifferte die von INA gezahlten Lizenzgebühren mit insgesamt N$ 1093468, die Vertragslaufzeit betrage vier Jahre.

Für reichliche Spekulationen sorgte am Rande der gestrigen Veranstaltung ein aktuelles Ausschreibungsverfahren (Tendernummer NC/018/05) der Energieagentur Namcor. Darin werden Bewerber gesucht, die eine "Machbarkeits- und Designstudie für eine Ölraffinerie von mittlerer Größe auf namibischem Boden" erstellen können. Staatssekretär Iita sagte auf Anfrage der AZ, Namcor erhoffe sich von der Studie die Bereitstellung von genaueren Daten und Fakten für die in Namibia tätigen Explorationsunternehmen, "falls, und ich betone das Wort `falls`, eines dieser Unternehmen auf ein größeres Ölvorkommen stoßen sollte" Ein real existierender Ölfund sei allerdings nicht das Motiv für das Ausschreibungsverfahren, so Iita.

Auf die Frage, ob das Ausschreibungsverfahren in Zusammenhang mit der Schließung der Indeni-Ölraffinerie in Sambia stehe, die nach einem Brand am 9. November laut Reuters nicht mehr eröffnet werden soll, sagte Iita: "Kein Kommentar".

Der 1964 gegründete Öl- und Gas-Konzern INA Industrija Nafte ist mit rund 17000 Mitarbeitern und einem beachtlichen Tankstellennetz das größte Unternehmen in Kroatien. Der Konzern mit Sitz in Zagreb besitzt Lizenzen für die Suche und Produktion von Öl und Gas in Kroatien, Russland, Angola, Albanien, Algerien, Libyen, Ägypten und Syrien. In der Ölförderung ist das Unternehmen nach neuen Ölfunden zurzeit vor allem in Syrien erfolgreich.

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