13 Februar 2018 | Afrika

Liberias Ex-Präsidentin für Führungsstil geehrt

Windhoek/London (fis) - Nach einer Pause im vergangenen Jahr mangels geeigneten Kandidaten hat die Mo-Ibrahim-Stiftung dieses Jahr wieder den Preis für gute Regierungsführung verliehen. Diesmal wurde Liberias ehemalige Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf geehrt.

Nach dem Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land habe sie einen Prozess der Versöhnung in die Wege geleitet, der sich darauf konzentriert habe, eine Nation und ihre demokratischen Institutionen aufzubauen, erklärte Dr. Salim Ahmed Salim, Leiter des Preis-Komitees der Stiftung, gestern schriftlich aus dem Stiftungsbüro in London. „Johnson-Sirleaf hat die Grundlage geschaffen, auf der Liberia nun aufbauen kann“, so Salim.

Johnson-Sirleaf kam 2006 an die Macht, nachdem ein 14 Jahre langer Bürgerkrieg 2003 beendet wurde. Für ihre Dienste um Befriedung und Versöhnung des Landes wurde sie 2011 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Unter ihrer Führung konnte sich das Land deutlich verbessern. Ihre Arbeit zum Wiederaufbau erlitt jedoch einen Rückschlag, als eine Ebola-Epidemie in Westafrika ausbrach, die mehr als 4800 Liberianern das Leben kostete. Nach zwei Amtszeiten trat die heute 79-Jährige bei der Wahl im vergangenen Jahr nicht mehr an. Der Ex-Weltfußballer George Weah hat das Amt übernommen (AZ berichtete).

Der vom sudanesischen Mobilfunk-Milliardär Mo Ibrahim vergebene Preis ist mit fünf Millionen US-Dollar (ca. 60 Millionen N$) für zehn Jahre und danach 200000 US$ (ca. 2,4 Mio. N$) für jedes Lebensjahr dotiert. Der Preis wurde vor elf Jahren ausgerufen, seitdem aber nur fünf Mal vergeben, u.a. im Jahr 2014 an Namibias Präsidenten Hifikepunye Pohamba. Kriterien für die Vergabe sind vor allem gute Regierungsführung, der Einsatz für Demokratie und Menschenrechte sowie das freiwillige Ausscheiden aus dem Amt nach Ablauf der von der Verfassung vorgesehenen Regierungszeit.

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