07 November 2012 | Politik

Letzter RSA-Statthalter Adv. Pienaar gestorben

Windhoek/Kapstadt - Südafrikas letzter Statthalter in Namibia, Adv. Louis Pienaar, der unter dem Amtstitel "Generaladministrator" das internationale Territorium SWA/Namibia ab 1985 bis 1990 zu verwalten hatte, ist am Montag im Alter von 86 Jahren in Kapstadt verstorben. Er hinterlässt seine Frau Isabel, zwei Söhne, eine Tochter und acht Enkel. Pienaar wurde am 23. Juni 1926 in Stellenbosch geboren.

Die RSA-Regierung des Premiers Pieter Willem Botha hatte Pienaar 1985 nach Namibia entsandt, um zusammen mit einer multirassischen Vielparteien-Regierung, die von Pretoria berufen war, das Territorium in der Übergangsphase auf die - im Jahre 1985 noch sehr ungewisse - Unabhängigkeit hin zu verwalten. Pienaar geriet dabei häufig in das Spannungsfeld sowohl zwischen den lokalen Parteien als auch mit der Botha-Regierung von Südafrika. Sein Verhältnis zur damaligen Mehrheitspartei in der Übergangsregierung, der DTA, war von mehr Differenzen als von Kooperation gezeichnet. An der Übergansregierung waren die SWAPO-Demokraten beteiligt, ein Dissidentenflügel der SWAPO, aber nicht die heutige Regierungspartei.

Unter Pienaar haben sechs namibische Parteien Verfassungsentwürfe erarbeitet, die sie nach den international überwachten Wahlen 1989 in die Verfassunggebende Versammlung einbrachten, wo sie mit der Mehrheitspartei SWAPO schließlich die heute noch gültige Verfassung aufgesetzt haben.

Louis Pienaar war Jurist, Berufsdiplomat und Politiker. Er hat die angefochtene Mandats- und Hegemonialmacht Südafrika in ihrer Endphase in Namibia würdig vertreten.

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