09 August 2013 | Politik

Lüderitz heißt jetzt !Namiǂnûs

Wie Präsident Hifikepunye Pohamba gestern im Staatshaus mitteilte, gehe die Neugliederung auf Empfehlungen der Grenzziehungskommission zurück, dessen Mitglieder am 7. Januar ernannt worden seien und ihm im Juni ihren Bericht vorgelegt hätten. Ziel der darin enthaltenen Empfehlungen sei es, durch eine Neuausrichtung bestehender Wahlbezirksgrenzen die Erstellung einer „glaubwürdigen, transparenten und überprüfbaren Wählerliste“ zu erleichtern. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen sei, werde es den Einwohnern möglich sein, die Anzahl Stimmberechtigter in jedem Wahlkreis und jeder Region festzustellen. Darüber hinaus werde die Umgestaltung bestehender Bezirksgrenzen vor allem in ländlichen Gebieten zur Effizienzsteigerung staatlicher Dienstleistungen beitragen. Der wohl bedeutendste Aspekt der Reform ist die Unterteilung des Kavongo in zwei Regionen (Kavango-Ost und Kavango-West), wodurch sich die Anzahl Regionen auf 14 erhöhen wird. Darüber hinaus wird auf Empfehlung der Grenzziehungskommission die Region Caprivi in Sambesi-Region und die Karas-Region in !Karas-Region umbenannt. Des Weiteren wird die Ortschaft Lüderitzbucht und der dazugehörige Wahlbezirk in !Namiǂnûs umbenannt und damit die früher übliche Bezeichnung des Gebiets wieder eingeführt. Dasselbe gilt für die Ortschaft Schuckmansburg die künftig Luhonono heißen wird. Abgesehen von diesen Veränderungen wird Namibia im Zuge der Neuordnung insgesamt 14 neue Wahlbezirke in den Regionen Kunene, Oshana, Ohangwena, Oshikoto, Kavango-Ost, Sambesi, Hardap, !Karas und Kavango-West dazubekommen. Darüber hinaus wird sich der Grenzverlauf bestehender Wahlbezirke in einigen Regionen ändern. Pohamba zufolge habe er „angeordnet“, dass neue Landkarten die Veränderungen (inklusive Umbenennungen) aufnehmen. Ferner kündigte er an, dass die neue Wählerliste auf den neu definierten Wahlbezirken basieren und das Parlament eine entsprechende Änderung an dem bestehenden Wahlgesetz vornehmen werde. Außerdem forderte er die ECN dazu auf, unverzüglich mit den dafür notwendigen Vorbereitungen zu beginnen. „Es wird jene geben, die diese Entscheidung anhand des Kostenfaktors analysieren werden“, erklärte Pohamba und ergänzte: „Denjenigen, die sich über die Kosten der Demokratie beschweren rate ich, sich die Folgen von Chaos, Anarchie, Instabilität und Zwietracht vor Augen zu halten. Dann werden sie einsehen, dass die Demokratie ungeachtet der damit verbundenen Kosten mit Abstand die bessere Option ist“. Zu Beginn seiner Rede hatte Pohamba die von der Grenzziehungskommission empfohlene und von ihm befürwortete Gebietsreform ebenfalls als demokratische Maßnahme gepriesen und auf Namibias Ruf als Vorzeigedemokratie in Afrika verwiesen. Demnach hob er auch hervor, die Änderungen würden die Arbeit der ECN deutlich erleichtern und folglich auch dazu beitragen, „dass die bevorstehenden Wahlen den Willen der Nation reflektieren.“ VonMarcSpringer,Windhoek Infokasten: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick -Kavango-Region wird in zwei Regionen unterteilt: Ost und West -Caprivi-Region wird in Sambesi-Region umbenannt -Lüderitzbucht heißt künftig !Namiǂnûs -Vierzehn neue Wahlbezirke entstehen -Schuckmansburg samt Wahlbezirk wird zu Luhonono umbenannt

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