21 Dezember 2007 | Kultur & Unterhaltung

Kubanisches Feeling in Swakopmund

Alte Schallplatten, abgewetzte Reisekoffer und Flaggen aus aller Herren Länder: Das "El Cubano", der neue Szene-Treff an der "Nataniel Maxuilili Street", setzt voll auf Romantik. Von den Wänden blicken Helden - und solche die es gern wären: "Bob Marley", sagt Ole Derra und lässt seinen Blick über die vielen Bilderrahmen schweifen, "Nelson Mandela, Che Guevara - und John Lennon. Alles Menschen, die in der Welt etwas bewegt haben. Und in ihrem Leben!"

Zusammen mit seiner Frau Sharon van Rooi, einer bekannten Jazz-Sängerin aus Windhoek, betreibt der 35-Jährige seit vergangenem Wochenende das "El Cubano" - als Franchise-Unternehmen: Auch in Windhuk gibt es eine Bar mit diesem Namen - für die Verwendung des Lables zahlen die Betreiber einen regelmäßigen Betrag. Das Interieur ist ähnlich, drüben in der Hauptstadt - trotzdem wollen die beiden etwas ganz eigenes auf die Beine stellen: "Wie möchten Kunst und Kultur unterstützen", sagt Sharon, "das fehlt uns vielleicht ein bisschen in Swakop.Deshalb ist ein regelmäßiger Jazz-Abend angedacht - auch für Ausstellungen, Stand-Up-Comedy und ähnliches sind die frisch gebackenen Club-Besitzer zu begeistern. Fest steht, dass es jeden Mittwoch eine Cocktail-Nacht geben soll - mit freiem Eintritt und einem Gratis-Drink für die Damen. Geöffnet ist täglich ab 18 Uhr.

Den Sprung ins Swakopmunder Nachtleben haben die beiden gemeistert - jetzt wird die Zukunft zeigen, wie gut sich der Schlag ins Kubanische an der afrikanischen Westküste verkaufen lässt. "Klar", sagt Ole, "die Konkurrenz ist stark hier - aber wir bieten etwas, das andere nicht haben." Die vielen Utensilien aus längst vergangenen Tagen haben die Betreiber selbst zusammengekauft: Wochenlang sind Ole und seine Frau durch Swakopmunder Second-Hand-Läden gestreift, um Schallplatten zu suchen, Sofas, einen alten Filmprojektor, Koffer oder historische Laternen. Auch ein Durchbruch wurde während der Renovierungs-Arbeiten geschaffen: Jetzt können die Besucher ihr Bier an der frischen Luft trinken, draußen in der ehemaligen Einfahrt.

Der lateinamerikanische Touch - er kommt nicht von ungefähr: Zwei Jahre diente der Flensburger bei der deutschen Marine - diese Erfahrung weckte die Reiselust. Erst lebte Ole in Peru, seit mittlerweile vier Jahren in Namibia. In Kuba, dem Land, das der Bar ihren Namen gab, war er dagegen noch nicht. "Kubaner sind herzliche Menschen", ist er sich trotzdem sicher, "sie lieben Menschen aus anderen Ländern."

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