30 Oktober 2017 | Politik

Küstenwohnungen an Familien verteilt

Präsident Geingob verteilt in Walvis Bay mehr als 300 Neu-Bauten an Neu-Besitzer

Als Teil des MULSP-Konzepts verteilt der Präsident die ersten Wohnungen an seine neuen Eigentümer und weist stolz auf die ersten Erfolge der öffentlich-privaten Partnerschaften (PPPs), die in diesem Fall 760 Häuser für Familien schafft, die sich der Wohnungsknappheit ausgesetzt sehen.

Von F. Steffen & O. Finck, Windhoek

Mehr als 300 neue Wohnungen wurden am vergangenen Freitag von Präsident Hage Geingob an Neu-Besitzer in Walvis Bay verteilt, die sich aus Familien zusammensetzen, die normalerweise nicht ohne Hilfe diesen Schritt geschafft hätten.

Dies ist der erste Teil von 760 Wohnungen, die im Rahmen des sogenannten „Massive Urban Land Servicing Project“ (MULSP) in Walvis Bay erbaut werden, wobei die Neuentwicklungen (Extensions) 5, 6 und 7 in Kuisebmond mit 520 und die Erweiterung Nr. 7 in Narraville mit 220 neuen Wohnungen bebaut werden. 42 Bauunternehmen nehmen die Arbeiten vor und laut Geingob sei dies eine überaus erfreuliche Entwicklung im Sinne des von ihm eingeführten Harambee-Wohlstandsplanes, bei dem der öffentliche Sektor die Grundstücke vorbereitet und Familien kostenlos zur Verfügung gestellt habe, wonach die Projektleiter und Bauunternehmer die Entwicklung vorfinanzierten und fertigstellten. “Dies ist ein typisches Beispiel des von der Regierung propagierten Konzepts der PPPs, die es uns erlauben eine Win-Win-Situation herbeizuführen, denn hier gibt es in der Tat nur Gewinner, welches Prinzip und Vorbild hoffentlich nun im ganzen Land um sich greift“, meinte Geingob

Dabei ist dem Präsidenten klar, dass der Wohnungsmangel im Lande massiv ist. Allerdings müsste man klein beginnen und stetig an dem Problem arbeiten, nur so könne langfristig eine Lösung gefunden werden. Das sei der Grund warum das MULSP-Prinzip ebenfalls in den Ballungsgebieten Windhoek und Oshakati eingeführt worden sei, denn dort sei der Mangel an Wohnungen ebenfalls akut. „Wenngleich es an erschwinglichen, jedoch adäquaten Wohnungen ebenso mangelt wie es an Sanitäreinrichtungen fehlt, stellt diese riesige Herausforderung kein unüberwindliches Hindernis dar. Wir müssen uns nur gemeinsam und konsequent daran halten dies Problem zu lösen und selbst wenn es sich hinzieht, müssen wir ständig daran arbeiten, arbeiten und wieder arbeiten“, erklärte Geingob.

Geingob wiederholte die Aufforderung an die Einwohner Namibias, sich anzustrengen damit keiner das Gefühl habe, ausgelassen zu werden: „Darum haben wir das Konzept des Harambee eingeführt. Es soll alle Herausforderungen identifizieren und wir müssen gemeinsam daran arbeiten. Unser Engagement wird allein durch den fünften nationalen Entwicklungsplan (NDP5) bestätigt, wo drinnen Themen wie Wohnungsknappheit und die Schaffung sanitärer Anlagen Priorität genießen.

Verschiedene Staatsinitiativen und Strategien zielen darauf ab, Mittel für die Schaffung von bebaubaren Grund und Boden, den Wohnungsbau selbst sowie die Einrichtung von Sanitäranlagen voran zu treiben.

Er lobte die Walvis Bay-Staatverwaltung für den Erbau von Wohnungen, die anders als in weiteren Ortschaften tatsächlich sofort bewohnbar sind und nicht leer stehen oder Vandalen zum Opfer fallen. Er sprach die Hoffnung aus, dass sich die sogenannte „Shack Dwellers Association“ (Blechhüttenbewohner-Vereinigung) nach dem guten Beispiel der Stadt richten werde und die 100 Grundstücke, die man ihnen zugeteilt hatte, genauso effizient bebauen und benutzen werde.

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