18 Juli 2011 | Lokales

Kreuzkap ist jetzt Sperrgebiet

Swakopmund - Die vier Kameras, die in nachmodellierten Steinen nahe des Kreuzkaps versteckt waren, hat die Polizei nach eigenen Angaben am vergangenen Donnerstag um 8 Uhr beschlagnahmt. "Das Kreuzkap ist jetzt ein Gefahrengebiet. Jede Person, die dort das Robbenschlagen beobachten will, wird festgenommen und muss mit den Konsequenzen rechnen. Niemand ist zugelassen", sagte Namibias Polizeipräsident, Generalinspektor Sebastian Ndeitunga, am Freitag in Swakopmund. Von dem Verbot unberührt bleibt der Besuchs- bzw. Aussichtspunkt für Touristen am Kreuzkap.

Laut Polizei-Chefinspektor Kobus Gerber, der die Angelegenheit untersucht, hätten zwei Personen die Steinattrappen platziert. Es wird von einem Mann und einer Frau ausgegangen, die von Meile 72 nach Norden zum Kreuzkap gelaufen seien. Die Kameras sollen mindestens einen oder zwei Tage dort platziert gewesen sein. "Es sind Videoaufnahmen gemacht worden, die auf Festplatten gespeichert sind", so Gerber. Er werde das Material nun löschen. Der Chefinspektor fügte hinzu, dass zwei der vier Kameras eine sehr hohe Auflösung hätten. Zudem hätten die verschiedenen Kameras einen drahtlosen Internetanschluss gehabt; somit könnte das Material in der Ferne kabellos auf einem Computer empfangen worden sein. Eine Verbreitung von Bildern im Internet hat bislang offenbar noch nicht stattgefunden, eine gezielte AZ-Suche blieb bis gestern jedenfalls erfolglos. Wie Gerber weiter sagte, müssten die Personen die Umgebung sehr lange studiert haben, weil die Steine täuschend echt aussähen. Die Kameraausstattung sei zudem sehr hochwertig, allerdings konnte er sich nicht zum Wert äußern.

"Diese Personen wollen das namibische Image schädigen. Sie wissen nicht, welchen Schaden sie anrichten", sagte Generalinspektor Ndeitunga weiter. Er fügte hinzu, dass in diesem Zusammenhang noch keine Festnahme erfolgt sei. Die Polizei wolle die verantwortlichen Personen anhand der Seriennummer der Kameras ausfindig machen. "Wir müssen als Nation wachsam sein. Das Töten der Kappelzrobben findet nur statt, um andere Tierarten im Meer zu schützen", so Ndeitunga. Das Gebiet, wo das Robbenschlagen stattfindet, sei komplett abgesperrt, jetzt patrouilliere die Polizei dort Tag und Nacht.

Seit Beginn des diesjährigen Robbenschlagens vor knapp zwei Wochen sind offenbar einige internationale Journalisten in Namibia eingereist, um das Ereignis zu dokumentieren. Die Polizei geht von insgesamt zwölf Reportern aus, die sich als Touristen ausgeben würden. Ferner untersucht die Polizei das Gerücht, dass die Naturschutzorganisation Greenpeace derzeit mit einem Schiff zum Kreuzkap unterwegs ist, um das Robbenschlagen vom Meer aus zu dokumentieren.

Das Robbenschlagen gerät jedes Jahr in die internationale Kritik - vor allem von der Robbenschutzorganisation Seal Alert in Südafrika. Diese hat vor kurzem mit mehreren Partnern zu einem Tourismusboykott aufgerufen und teilweise Erfolge erzielt. Zudem fordern sie, dass Namibia die Teilnahme an der Rugby-Weltmeisterschaft 2011 verwehrt wird. Um die kontroverse Angelegenheit zu besprechen, ist für nächste Woche ein Treffen zwischen Fischereiminister Bernhard Esau, Ombudsmann John Walters sowie mehreren Vertretern von Seal Alert SA anberaumt (AZ berichtete).

Gleiche Nachricht

 

Bettenspende für Masilingi und Mboma

vor 19 stunden | Lokales

Am vergangenen Donnerstag überreichte der Geschäftsführer der Möbelhaus-Kette Nictus, Francois Wahl, Christine Mboma und Beatrice Masilingi ihre neuen „Queen Size“ Betten. Die beiden 18-Jährigen, die...

Drei neue öffentliche Parks in Swakopmund

vor 3 tagen - 15 Oktober 2021 | Lokales

Swakopmund (er) - Swakopmund hat drei neue Spielplätze - sie befinden sich in dem Stadtteil Matutura und wurden vor kurzem offiziell eingeweiht. „Damit bieten wir...

Großzügige Spende für Kinder im Schülerheim

vor 3 tagen - 15 Oktober 2021 | Lokales

Nach Abschluss eines erfolgreichen Rinderprojektes, hat Piet Schrader von Blaauwberg Auctioneers, eine Spende von N$120 000 an das Private Deutsche Schülerheim Otjiwarongo überreicht. Die Schule...

Spenden aus Bassum für namibische Suppenküchen

vor 3 tagen - 15 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (led) - Eigentlich reist Werner Pußack aus Bassum nahe der deutschen Stadt Bremen nach Namibia, um Touristen durch das Land zu führen. Seit 2018...

Das Recht auf eine gesicherte Wasserversorgung

vor 3 tagen - 15 Oktober 2021 | Lokales

Mitte dieses Jahres wurde der gemeinnützige Verein Common Waters gegründet, dessen Ziel es ist, in den kommenden Jahren die Wasserversorgung der Nama-Gemeinschaften im Nama-Homeland zu...

Dololo kürt den ersten digitalen Champion Namibias

vor 3 tagen - 15 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (cr) - In der vergangenen Woche veranstaltete Dololo DoBox die ersten „2021 Windhoek Digilympics“ - einen Wettbewerb, bei dem 20 digitale Athleten ihre digitalen...

554 schwangere Schülerinnen in Kavango West

vor 4 tagen - 14 Oktober 2021 | Lokales

Rundu/Windhoek (kk/cr) - In der Kavango-West-Region sind im vergangenen Jahr 554 Schülerinnen schwanger geworden, darunter ein 12-jähriges Mädchen.Der Regionalrat führte die hohe Zahl schwangerer Schülerinnen...

European Film Festival erfolgreich gestartet

vor 4 tagen - 14 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (led) - Mit dem kroatischen Film „The Constitution“ von Regisseur Rajko Grlic ist vergangene Woche das European Film Festival in Windhoek gestartet. Bei Popcorn...

Gerichtsverfahren für Februar angesetzt

vor 5 tagen - 13 Oktober 2021 | Lokales

Rundu/Windhoek (kk/cr) - Ein Gerichtsverfahren, in dem einige Mitglieder des Hambukushu-Stammes die Regierung zwingen wollen, die Anerkennung von Häuptling Erwin Munika Mbambo als Oberhaupt der...

Eine Partnerschaft für den Naturschutz

vor 5 tagen - 13 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (cr) • Namib Mills hat der Naankuse Foundation von Oktober 2020 bis September 2021 monatlich Tonnen von Nudeln, Reis, Maismehl und anderen energiereichen Lebensmitteln...