03 März 2017 | Soziales

Konto zur Armutsbekämpfung

Ministerium setzt auf Mithilfe durch private Spendengelder

Das Ministerium für Armutsbekämpfung und Sozialfürsorge (MPESW) hat kürzlich ein Spendenkonto ins Leben gerufen, um damit gezielt notleidende Namibier zu unterstützen. Dabei baut das Ministerium im Kampf gegen Armut nun auf die Unterstützung von Unternehmen und Privatpersonen.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Es liege eine „Stimmung des Wandels“ in der Luft, die sich das Ministerium für Armutsbekämpfung und Sozialfürsorge (MPESW) nun zugunsten der Bedürftigen Namibias zu Nutzen machen wolle. Dies berichtete gestern der Minister für Armutsbekämpfung Zephania Kameeta bei der Verkündung eines kürzlich eingerichteten Spendenkontos und beruft sich dabei auf die spürbar gestiegene Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft, die sich seit der Gründung seines Ministeriums vor knapp zwei Jahren entwickelt habe. Als logische Konsequenz folge nun mit dem Spendenkonto die Schaffung „einer Plattform für diejenigen, die einen Beitrag zum Wohlergehen anderer leisten wollen.“ Dabei seien sowohl Unternehmen, Privatpersonen als auch jegliche weitere Organisation des In- und Auslands gefragt.

Auf das bei der First National Bank geführte Konto mit den Titel „MPESW Donation Account“ seien bislang 2,1 Millionen Namibia-Dollar eingegangen, von denen 300000 Namibia-Dollar bereits für das Schlagen von zwei Bohrlöchern zur Trinkwassergewinnung in einem Dorf in der Oshikoto-Region genutzt worden seien. Dies gehört laut Kameeta ebenso zu den angestrebten Zielen wie der Bau von Unterkünften, Notversorgung, die Errichtung von Gärten zur Eigenversorgung sowie die Unterstützung von Schulkindern, um ihnen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Überweisungen an Einzelne seien dabei nicht vorgesehen. Außerdem soll das Geld für Sonderinitiativen des Ministeriums zur Verfügung stehen.

Kameeta wies in diesem Zusammenhang auch auf das Pilotprojekt der Nahrungsmittelbank hin, das im Juni vergangenen Jahres in der Khomas-Region eingeführt wurde (AZ berichtete). Damit seien insgesamt 23000 Haushälter mit über 100000 Personen in sieben Wahlkreisen durch Lebensmittel unterstützt worden. „Wir planen zudem eine Auswertung des Projekts, um es entsprechend zu verbessern“, berichtete die Ministeriumsdirektorin Niita Iipinge und wird von Kameeta ergänzt: „Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir auf die Studie warten, sondern wir sind bereits dabei, die Nahrungsmittelbank auch in anderen Region einzuführen.“

Unterstützt worden seien dabei Menschen mit einem monatlichen Einkommen von weniger als 400 N$, da dies als Armutsgrenze festgelegt worden sei. Ausnahmen gebe es nur dann, wenn mit einem Einkommen eine größere Familie finanziert werden müsse.

Die Daten für das Spendenkonto sind laut Kameeta beim Staatssekretär des Ministeriums I-Ben Nashandi erhältlich.

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