08 Januar 2021 | Wirtschaft

Kontinuitätshilfe angelaufen

Rund 200 Kleinunternehmen erhalten Covid-Überbrückungshilfe

Die namibische Entwicklungsbank (DBN) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) setzen einen zinsgünstigen Darlehensbetrag von rund 455 Namibia Dollar (ca 25 Mio. Euro) ein, um Kleinunternehmen (SMEs) über die Existenzkrise hinwegzuhelfen, in die sie infolge der Corona-Pandemie geraten sind.

Von Eberhard Hofmann

Windhoek

Das Rettungspaket wird jetzt umgesetzt, nachdem es Mitte Dezember zwischen der Entwicklungsbank und KfW vertraglich festgelegt wurde. Das Programm zur Erleichterung der Krisenauswirkung steht zugleich im Rahmen der deutschen Finanzkooperation und schließt Covid-19-verwandten technischen Beistand ein, der durch die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) in Partnerschaft mit dem Finanzministerium sowie dem Ressort für Industrialisierung und Handel bearbeitet wird. Die jetzt angesagte Unterstützung ergänzt das Programm für die Neugründung von Kleinunternehmen, sogenannte Startups.

Der Darlehensbeistand ist auf Kleinunternehmen außerhalb der Landwirtschaft gerichtet, die während des Corona-Einbruchs Verluste erlitten haben. Der Bargeldumlauf (cash flow) der SMEs soll unterstützt werden. Außerdem soll den Betrieben Hilfe zugute kommen, um in neue Bereiche vorzustoßen und Widerstand gegen künftige Krisen zu entwickeln. Das Darlehen steht unter Regierungsgarantie. „Das Darlehensprogramm“, so erklärt Finanzminister Ipumbu Sjhiimi, „kommt für den SME-Sektor in dieser Zeit als rechter Anschub und ergängzt andere Unterstützung.“

Die Entwicklungsbank wird die Darlehen auf die Bedürfnisse individueller SMEs abstimmen. Betriebe im Bereich Tourismus, Gastgewerbe, Transport und Logistik, die am meisten vom lokalen und internationalen Corona-Einschlag und dem Lockdown betroffen sind, erhalten bei der Bearbeitung den Vorzug. Die KfW-Direktorin Barbara Pirich spricht von eschwinglichem Beistand während und nach der Corona-Krise, wodurch Arbeitsstellen gesichert und Einkommen gefördert werden können. DBN-Chef Martin erkennt in dem Beistandspaket Hilfe für Kontinuität der SMEs und „hoffentlich bleiben Arbeitsstellen erhalten“. Das Programm für Betriebsgründung gehe indessen weiter. Gerlinde Sauer vom Ressort Kooperation der deutschen Botschaft will über die Nothilfe hinaus noch Breitenwirkung für die Privatwirtschaft und für das Wirtschaftswachstum erkennen.

Start-up-Programm

Das Start-up- und Überlebensprogramm erläutert die Botschaft wie folgt: 600 Zuwendungen im Werte von je 15 000 N$ wurden an registrierte Kleinunternehmen ausgeschüttet, die nicht länger als fünf Jahre existieren. Die GIZ bietet in allen 14 Regionen eine ergänzende Aktion der Geschäftsberatung sowie der „Transformation“ als Nothilfeprogramm unter dem Namen „Pitching for Recovery“ (P4R) mit Finanzilfe und Fortbildung zur Betriebsabsicherung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Entwicklungsbank und der GIZ erhalten ausgewählte SMEs und Gesellschaften des Touristik-Sektors Beistand, um ihre Darlehen neu zu strukturieren.

Vor der Kulisse der globalen Corona-Pandemie hat Deutschland laut seiner Botschaft in Windhoek namibischen Partnern insgsamt 850 Mio. N$ zur Verfügung gestellt, um die Auswirkungen der Pandemie zu mildern und Kleinuntenehmen vor dem Aus zu bewahren.

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