15 März 2017 | Meinung & Kommentare

Konsequenz der Billigbauten

Als Namibias voriger Präsident mit viel Getöse bald der gesamten Bevölkerung Wohnungen versprach, fragte ihn kein Beamter, wie die Rechnung beglichen werden soll? Die Realität kehrte ein, als die lieben Bauunternehmer bezahlt werden wollten und seitdem klemmt der Schuh. Als gar keine Ausreden mehr was brachten, wurde irgendwann eingeräumt, dass die Ausgaben angegangen wurden, ohne im Jahreshaushalt gutgeheißen worden zu sein. Betroffene Privatfirmen werden seitdem wiederholt um weitere Monate vertröstet, während die Banken sie entweder vor den Kadi schleppen oder den gesamten Gewinn mit teuren Zinsen verschlucken.

Angeblich drohen den betroffenen Beamten Konsequenzen, doch bisher bleibt es wie seit Langem bei dem guten Vorsatz (und dabei wird es wohl auch bleiben). Wenn sich jetzt allerdings eine Ministerin dazu berufen fühlt, die Bauqualität von mehr als 100 Häusern in Frage zu stellen, weil ein neues Herstellungsverfahren eines ausländischen Bauunternehmens nicht gemäß den ursprünglichen Vorgaben stattgefunden hat, dann fragt man sich, wie viel Unvermögen bei dieser Würdenträgerin und ihrem Vize-Minister eigentlich zugelassen werden soll, bevor es tatsächlich mal zu Konsequenzen führt? Wenn dieses südafrikanische Unternehmen nun aufgrund dieser um drei Jahre verspäteten Reaktion bankrott gewesen wäre, hätte Namibia das gesamte Steuergeld, welches bereits als Zwischenzahlungen geleistet wurde, verloren. Will man dem Steuerzahler allen Ernstes erklären, dass die erste Qualitätskontrolle erst nach der Fertigstellung der Häuser geschah oder möglich war? Solche Inkompetenz darf einfach nicht länger geduldet werden.

Frank Steffen

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