16 April 2019 | Lokales

Kombat-Einwohner protestieren

Knowledge Katti soll beweisen, dass ihm die Immobilie gehört

Nachdem Katti vor knapp drei Jahren die gesamte Minenortschaft Kombat aufgekauft hat, bemüht sich sein Immobilienverwalter eine Miete von den Einwohnern zu kassieren. Die Einwohner weigern sich die angeblich überteuerte Miete zu zahlen und manche erheben sogar den Anspruch ihre Wohnung gekauft zu haben.

Von C. Sasman & F. Steffen

Kombat / Windhoek

Die Einwohner Kombats sind am vergangenen Samstag (den 13. April) auf die Straße gegangen, um gegen die neuen Mietpreise zu protestieren, die vom Immobilienverwalter Kombat Village Properties, im Namen des neuen Eigentümers Knowledge Katti erhoben werden.

Katti hatte vor drei Jahren die Ortschaft erstanden und erzwingt jetzt Mietsverträge. Einige der Einwohner finden dies befremdlich im Hinblick der Tatsache, dass sie bereits seit dem Jahr 2000 monatliche Zahlungen leisten unter dem Eindruck, dass sie diese Häuser abbezahlen und nicht mieten. Darum seien sie in der vergangenen Woche nach Windhoek gereist, wo sie Anwälte mit dem Fall beschäftigten, denn scheinbar liegen entsprechende Kaufverträge und Grundstückseigentumsurkunden vor. Sie stammen aus der Zeit, als die Ortschaft noch als Minenstadt der Gesellschaft Ongopolo Mining and Processing gehörte.

Im vergangenen Oktober hatte die Immobilienverwaltung Kombat Village Properties den Einwohnern neue Mietsverträge vorgelegt, mit der Begründung aus dem Ort eine selbstverwaltende Stadt machen zu wollen. Die Mieten sind auf 2750 N$ festgelegt und traten im November 2018 in Kraft. Den Einwohnern ist die plötzliche Mietserhöhung zu teuer, weshalb sie sich geschlossen gegen den Verwalter stemmen, der den Einwohnern bei Nichtzahlung mit dem Rausschmiss droht.

„Man will uns unrechtmäßig vor die Tür unserer eigenen Häuser setzen“, beschwert sich die Einwohnerin Magdalena Petrus. Laut Petrus haben die Einwohner wiederholt bei der Polizei wegen Einschüchterung geklagt, doch reagiere die Polizei nicht auf diese Klagen.

Die Ortschaft hatte in der Vergangenheit wiederholt den Eigentümer gewechselt und ist nun als Siedlung eingestuft. Laut Kattis Anwalt gehören gerade mal zwei oder drei Wohnungen Privatpersonen, der Rest gehöre Katti seit 2015/16. Die Einwohner bezweifeln die Rechtmäßigkeit der Eigentumsübertragung und verlangen Beweise.

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