16 August 2013 | Politik

Kolonialnamen begraben

Windhoek (fis) • Das Informationsministerium hat die Umbenennung von Lüderitzbucht in !Nami+nûs im Rahmen der Gebietsreform verteidigt. „Kolonialnamen und Kolonialismus müssen in unserem Land ein für alle Mal begraben werden“, erklärte Informationsminister Joel Kaapanda gestern schriftlich. Er regaierte damit auf Medienkritik an Staatspräsident Hifikepunye Pohamba, der grünes Licht für die Gebietsreform inklusive Umbenennung gegeben hatte, indem er den Bericht der Abgrenzungskommission gebilligt hat. Im Nationalrat sorgte der neue Name gestern indes für Befangenheit. Die Abgeordnete Germina Shitaleni (SWAPO) sprach weiterhin von Lüderitz und vermied den Namen !Nami+nûs, da dieser – wenn er falsch ausgesprochen wird – ein derbes Schimpfwort darstellt (AZ berichtete). Dennoch verteidigte sie die Umbenennung; wer patriotisch sei, solle den Namen annehmen. Zwar habe der Küstenort eine touristische Komponente, aber der neue Name müsse nicht negative Auswirkungen haben, so Shitaleni. Die Mehrheit der AZ-Leser lehnt den neuen Namen indes ab (Seite 14).

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