05 November 2020 | Unfälle

Kollision mit Brückenpfeiler

Rettungsdienste über die Absperrung zwischen Fahrbahnen besorgt

Nach dem verheerenden Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag nahe Swakopmund, bei dem der Walvis Bayer Geschäftsmann Johan Bergh ums Leben gekommen ist, haben Rettungsdienste erneut Bedenken über die Reaktionszeit auf der neuen Fernstraße MR44 geäußert, die durch eine Barriere gehindert wird.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Fassungslos hat die Gemeinschaft aus Walvis Bay am Dienstag von dem plötzlichen Tod von Johan Bergh erfahren. Der Unfall ereignete sich auf der neuen Fernstraße MR44, die sich hinter den Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay entlang erstreckt.

Laut Erongo-Polizeisprecher Daniel Gurirab war der 52 Jahre alte Bergh allein in dem weißen Ford Ranger gefahren, als er aus bislang unerklärlichen Gründen mit einem Brückenpfeiler kollidiert ist. Die Brücke befindet sich etwa neun Kilometer außerhalb von Swakopmund und zweigt auf die C28 bzw. zur Langer-Heinrich-Uranmine ab. Bergh war in Richtung Swakopmund gefahren und ist während des Zusammenstoßes sofort verstorben. Er war der Inhaber der Bay-Schlachterei in Walvis Bay.

Die neue Brücke führt über die MR44 und ist eine von drei neuen Brücken, die als Teil des Ausbaus der genannten Strecke errichtet wurde.

Nach dem Unfall haben Rettungsdienste im AZ-Gespräch erneut Bedenken über die Reaktionszeit auf der neuen Straße erhoben, da die beiden entgegengesetzten Fahrbahnen durch einen Drahtzaun abgetrennt sind. Die einzige Umkehrmöglichkeit bietet sich etwa 30 Kilometer von Swakopmund aus entfernt. „Wir sind besorgt, weil wir nicht schnell genug zu einer Unfallstelle fahren können. Rettungsdienste können nicht sofort auf eine entgegengesetzte Fahrbahn fahren und müssen stattdessen unzählige Kilometer zurücklegen, bevor sie umdrehen können, um dann zur Unfallstelle zu gelangen“, sagte ein Notfallhelfer, der anonym bleiben möchte. Ihm zufolge geht dadurch wertvolle Zeit verloren. „Dies wird noch ein Chaos verursachen“, sagte er weiter. Wegen des Drahtzauns sind Krankenwagen, Polizeifahrzeuge und sonstige Rettungsdienste am Dienstag auf der entgegengesetzten Fahrbahn zur Unfallstelle gefahren. „Das ist natürlich sehr gefährlich“, sagte der Sanitäter.

Die Straßenbehörde (RA) hatte zu Jahresbeginn auf AZ-Nachfrage erklärt, dass der Grund für die Absperrung darin liege, die Straßensicherheit sowie einen freien Verkehrsfluss zu gewährleisten. Der Zugang für Autofahrer zu Autobahnen und die Ausfahrt von einer Autobahn sei aus diesem Grund nur über Kreuzungen oder in dem Fall der MR44 über Notkurven möglich. Derartige Absperrungen würden daher auch auf den im Bau befindlichen Strecken zwischen Windhoek und Okahandja (B1) sowie Windhoek und dem Hosea Kutako Flughafen (B6) errichtet. Weil die westliche Umgehungsstraße (von Windhoek) nicht auf der Norm einer Fernstraße sei, sei keine Absperrung zwischen den Bahnen errichtet worden.

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