24 März 2011 | Lokales

Koeberg in Südafrika sicher

Windhoek/Kapstadt - Das Erdbeben und der Tsunami in Japan war auf jeden Fall ein alarmierender Vorfall und werde schwerwiegende Folgen für die Zukunft der Atomindustrie haben, so die Pressesprecherin des Ministeriums für Bergbau und Energie, Lydia Ndapandula Amutenya. Die AZ wollte wissen welchen Einfluss die Geschehnisse in Japan auf die hiesigen Pläne der Nutzung von Atomenergie haben und ob Sorge entstanden sei, dass etwas Ähnliches mit dem einzigen Atomkraftwerk in Südafrika und auf dem afrikanischen Kontinent geschehen könnte. "Atomenergie spielt eine wachsende Rolle in entwickelnden Ökonomien und die Vorfälle in Japan werden dies nicht ändern", so Amutenya.
Die südafrikanische Aufsichtsbehörde NNR des Kernkraftwerks Koeberg, welches 30 Kilometer nördlich von Kapstadt gelegen ist, gab bekannt, dass das AKW für ein Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala ausgelegt sei und eine Tsunamiwelle von acht Metern unbeschadet überstehen würde. Es würde jedoch keine hundertprozentige Garantie geben, wenn es zu den unvorhersehbaren und gewaltigen Naturkräften käme. Der NNR (National Nuclear Regulator) sei Informationen zufolge das Unglück beim Fukushima Daichi Atomkraftwerk auf einen totalen Ausfall der Stromversorgung zurückzuführen. Dadurch sei die Kühlung unterbrochen worden. Für solch einen Notfall sei das Personal beim Koeberg AKW gewappnet und ausgebildet worden und würde regelmäßig getestet. Für solch eine Situation sei Koeberg mit dampfangetriebenen Pumpen und einer geschützten Wasserzufuhr ausgerüstet worden, um die Kühlung der Reaktoren bei Stromausfall zu garantieren. Diese Pumpen würden solange in Betrieb sein, bis das Kraftwerk kontrolliert abgeschaltet worden ist. Selbst ein Wasserstand von zehn Metern würde dem Notstromaggregat, welches mit Diesel angetrieben wird, und dessen Luftzufuhr nichts anhaben können, da diese dementsprechend geschützt und hoch gelegen seien.
Koeberg und Kapstadt hätten einen Notfallplan, der alle 18 Monate regelmäßig getestet werde und vor allem auf einen Radius von 22 Kilometern um die beiden Reaktoren ausgerichtet sei. In Namibia sei die Regierung noch in den Anfängen um Gesetze, Bestimmungen und Regeln für die Atomindustrie zu erarbeiten und zu entwickeln sowie Gesetze und Bestimmungen für die Uranförderung, Produktion und den Transport dieses Metalls anzupassen. "Sollte Namibia ein Kernkraftwerk bauen wollen, werde eine ausgiebige Durchführbarkeitsstudie die Grundlage bilden", so Pressesprecherin Amutenya. Die Vorfälle in Japan würden dabei in Betracht gezogen.
Koeberg ist 550 km von Noordoewer an der Grenze Namibias zu Südafrika und 1 250 km von Windhoek entfernt. Das schwerste registrierte Erdbeben in Namibia geschah am 31. Juli 2009 in der Khorixas-Gegend und maß 5,6 auf der Richterskala.

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