14 Februar 2018 | Meinung & Kommentare

Kleinkariertes Denken hemmt MVA

Mit großer Wahrscheinlichkeit hätte der Mitarbeiter der Firma Burmeister & Partner anders mit den außerordentlichen Unterschieden zwischen den Zahlen des Fahrzeugunfall-Fonds MVA und denen des Nationalen Verkehrssicherheitsrates NRSC umgehen können. Dadurch hätte der Journalist den „Braten“ nicht so intensiv gerochen und alles wäre weniger schlimm - alles wäre beim Alten, oder?

Andererseits werden diese Unterschiede seit Jahr und Tag „erklärt“, wonach die Untersuchungen unserer Staatsbetriebe und Instanzen, der Öffentlichkeit als Honig um den Bart geschmiert werden. Warum versteifen sich die beiden Beamte derart auf eine Überschrift in einer Tageszeitung und vergessen darüber hinaus mal nachzudenken, was hier unter ihrer Aufsicht passiert?

Wenn der NSRC in vier Jahren bald 99000 Verkehrsunfälle in seinem System aufführt (12747 Verletzte und 1460 Tote) und der MVA wartet mit knapp 20000 Unfällen auf, die sich ausschließlich mit Fällen befassen, bei denen laut MVA 34451 Verletzte und 3388 Verstorbene verzeichnet wurden, dann stimmt die Sache doch hinten und vorne nicht. Das hat dann alles nichts mehr mit der Art der Aufnahme und Registrierung zu tun, sondern einhundertprozentig mit Schluderei. Vergessen wir den Unterschied von 70000 Verkehrsunfällen und 21000 Verletzten. Kümmern wir uns nur um die unterschiedliche Zahl der Verstorbenen: Der MVA registriert 1928 Tote mehr als die Polizei, die der NRSC nur von 1460 Umgekommenen berichtet!

Wie darf die Chefin des MVA noch von vergeudeten Ressourcen sprechen, wenn ihr angedeutet wird, dass es sich lohnen könnte eine einheitliche Datenbank für alle Verkehrsunfälle zu erschließen? Das würde endlich mal ein Gesamtbild verschaffen und alle würden die Verkehrssicherheit aus einer gemeinsamen Perspektive betrachten. Ganz abgesehen davon, dass hier 1928 Menschen umgekommen sind, deren Todesursache scheinbar nicht von der Polizei untersucht wurde, obwohl das Gesetz dies in einem Verkehrsunfall vorschreibt!

Von Frank Steffen

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