31 Oktober 2017 | Natur & Umwelt

Khaudum-Parkstationen geöffnet

Finanzspritze von 80 Millionen N$ geht an das NamParks-Programm

Die zwei Parkstationen des Khaudum-Nationalparks sind vom Umweltministerium mit finanzieller Unterstützung der deutschen Entwicklungsbank KfW modernisiert und ausgebaut worden. Eingeweiht wurden die Anlagen vom namibischen Umweltminister und dem Botschafter Deutschlands.

Von Francoise Steynberg, Khaudum/Windhoek

Der Khaudum-Nationalpark in der Kavango-Ost-Region rühmt sich zweier neu-überholter Parkstationen bei Sekereti und Khaudum. Laut Umweltminister Pohamba Shifeta ist dies die größte und beste Entwicklung die in diesem Nationalpark bisher vorgenommen wurden.

Mithilfe der finanziellen Unterstützung der Deutschen Botschaft über die deutsche Entwicklungsbank KfW hat die namibische Regierung die beiden Rastlager zu einem Kostenpunkt von 80 Millionen N$ modernisieren und ausbauen können. Dies geschieht innerhalb des Rahmen des im Jahre 2006 gegründeten Namibisch-Nationalen NamParks-Programms, dass seitdem die Einrichtungen aller Parks im Nordosten Namibias neu-entwickelt und ausbaut.

„Ich erwarte von euch, dass ihr diese Anlagen in guter Ordnung haltet und sorgt, dass keine Tiere in diesem Park gewildert werden“, wandte sich Shifeta bei der Einweihung an seine Angestellten. Er lobte dabei die namibische Polizei, die Streitkräfte, den nationalen Zentral-Sicherheitsdienst sowie alle betroffenen nichtstaatlichen Organisationen und die Lokalbevölkerung: „Die Wilderei hat abgenommen. Wir sind stolz auf euch und wissen dass ihr euch dem Naturschutz verschreibt.“ Shifeta will das illegale Jagen und die Wilderei total ausmerzen.

“Unser Wildbestand trägt wesentlich zur namibischen Wirtschaft bei. Der Tourismus-Sektor ist in höchstem Maße abhängig von einem nachhaltigen Bestand und diese Tiere verschaffen der Bevölkerung auf dem Land eine Existenzgrundlage“, wies der Minister auch auf die George-Mukoya- und Muduva-Nyangana-Hegegebiete nördlich von Khaudum, die ihr Auskommen der Trophäenjagd verdanken, so wie es auch demnächst eine weitere Lodge im Park tun soll. Auch das Nyae-Nyae-Schutzgebiet im südlich des Parks würde aus der Trophäenjagd Nutzen ziehen.

“Khaudum ist ein Geheimtipp und liegt versteckt in der Wilderniss. Im vergangenen Jahr hat der Park weniger Besucher verzeichnet als die Anzahl der 2000 Elefanten, die im Park zuhause sind“, meinte Shifeta.

Laut dem Deutschen Botschafter, Christian Schlaga, sind die Entwürfe der Parkstationen ein Beispiel für ein gutes Park-Managementkonzept, welches die nachhaltige Bio-Diversität, erhöhten Tourismus und Arbeitsbeschaffung gewährleiste. „Khaudum hat jetzt 24 Beamtenwohnungen mit modernen Solar-Stromanalgen und einer Wasseraufbereitungsanlage bekommen. Das ist eine gewaltige Verbesserung gemessen an den vorigen Baracken und Holzhäusern“, meinte Schlaga.

Außerdem wurden neue Einfahrtstore, ein Empfangsbüro mit Informationstafeln und anliegenden Büros, einer Picknickstellen sowie einem Fußballfeld und Werkstätten als Teil der Entwicklung gebaut.

Shifeta bedankte sich bei Deutschland für die „fortgesetzte Freundschaft und andauernde Unterstützung“. Dies sei die vierte Phase des deutschen Hilfsprogramms, wodurch die NamParks-Entwicklung vorangetrieben wird. Angefangen hatte es mit Phase 1 im Bwabwata-Nationalpark, gefolgt von Phase 2 in Form der Mudumu- und Mamili-Nationalparks. Die dritte Phase habe sich mit Khaudum, Bwabwata (West), Mudumu und Nkasa-Rupara befasst.

“Die vierte Phase ist bereits in vollem Gang, wobei die Arbeit im Nordosten abgeschlossen wird, wonach sich der Fokus auf die Entwicklung des Tsau//Khaub-Nationalparks - ehemals als Sperrgebiet in der Karas-Region, verschiebt. Die fünfte Phase beginnt ebenfalls demnächst in den namibischen Küstenparks der Kunene-, Erongo- und Hardap-Regionen“, schloss der Minister.

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