30 November 2018 | Gesundheit

Keine Scheu vorm HIV-Test

US-Botschafterin ruft zum Welt-Aids-Tag auf, „seinen Status“ zu kennen

Noch nie war Namibia dem Ziel so nah, einer aidsfreien Generation ins Auge blicken zu können. Neben diesem Erfolg zeigt die jüngste HIV/Aids-Studie jedoch auch die große Schwachstelle auf: Vor allem Männer lassen sich zu wenig testen und gefährden damit sich und andere.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Weltweit wird morgen am internationalen Welt-Aids-Tag mit roten Schleifen ein Zeichen der Solidarität mit HIV-Infizierten und Aids-Kranken gesetzt. Für Lisa Johnson, US-Botschafterin in Namibia, hat dieser Tag Anlass geboten, einen Appell an die namibische, und dabei insbesondere an die männliche Bevölkerung zu richten. „Viele Männer sind sich ihrer HIV-Infektion nicht bewusst und gefährden damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern sie ermöglichen damit auch eine weitere Verbreitung des Virus“, erläuterte Johnson und fordert daher: „Mehr Männer müssen sich testen lassen.“

Laut Johnson ist das Wissen über den eigenen Status der erste Schritt, um den Übertragungszyklus zu unterbrechen. Sich testen zu lassen sei dabei in jedem Krankenhaus und in vielen weiteren Gesundheitseinrichtungen möglich. „Ist der Befund positiv, ist die Behandlung kostenfrei und die notwendigen Medikamente sind landesweit erhältlich“, so Johnson weiter, die auch erklärt, dass es sich meist nur um eine Tablette am Tag handle.

Doch diese könne lebensverändernd sein. So werde durch entsprechende Medizin nicht nur die HIV-Übertragung einer schwangeren oder stillenden Mutter an ihr Baby verhindert, sondern die Medikamente könnten auch das Infektionsrisiko zwischen Sexualpartnern auf „praktisch null Prozent“ reduzieren.

Weiter erläutert Johnson unter Bezug auf die Namphia-Studie zur HIV-infizierten Bevölkerung in Namibia, dass sich grundsätzlich mehr Frauen als Männer an dem HIV-Virus infizieren würden. Am stärksten betroffen seien jugendliche Mädchen und junge Frauen, weshalb die US-Botschaft im Juli dieses Jahres mit dem DREAMS-Projekt startete. Diese Initiative wendet sich gezielt an die weibliche Bevölkerung und will diese aufklären und ermächtigen (AZ berichtete).

Seit 2007 engagiert sich die US-Botschaft dabei in Namibia im Kampf gegen HIV und Aids, wobei durch die US-amerikanische Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) nach Angaben der US-Botschaft seither mehr als 321,3 Millionen US-Dollar (circa 4,5 Milliarden N$) investiert wurden.

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