03 Juli 2019 | Natur & Umwelt

Kein Wort vonseiten des NAPHAs

Immer wieder wird das Thema Jagd zu einer Existenzfrage für viele Einwohner Namibias. Ob für den Beobachter von außen immer verständlich oder nicht, so haben die meisten Namibier Verständnis für die Jagd, denn diese bietet vielen Familien ein Auskommen. Das Prinzip der nachhaltigen Jagd sollte darum nicht dem scheinbar unsinnigen Verhalten seitens ein paar Außenseitern zum Opfer fallen.

Wenn wir Verständnis für die Einwohner Hong Kongs aufbringen, die gegen staatlichen Opportunismus und Gewalt demonstrieren, dann verfliegt das Gefühl der Sympathie in dem Moment, wo ein paar wenige Gewalttätige das Parlamentsgebäude mutwillig beschädigen. Dadurch fällt das Anliegen der Mehrheit dem blödsinnigen Betragen ein paar Weniger zum Opfer.

So ähnlich verhält es sich mit der nachhaltigen Jagd und den Kontrollen, die wir als Mehrheit dem Staat und namibischen Berufsjägerverbandes NAPHA abverlangen. Der Jurist Small hat Recht, wenn er eine unabhängige Untersuchung der Jagdgenehmigung für den „trophäenverdächtigen“ Elefantenbullen Voortrekker verlangt.

Das Umweltministerium (MET) scheint seine Pflicht zu versäumen, wenn es statt eines Millionenbetrages nur 120000 N$ für die seltene Trophäe verlangt hat - dann werden auch Unbeteiligte hellhörig. Hier stimmt etwas nicht, denn selbst die betroffenen Gemeinschaften aus diesen Kommunalgebieten kritisieren teilweise den Abschuss des Tieres. Die nachträglichen Erklärungen des MET scheinen dürftig und verkrampft.

Doch was besonders stört ist die fehlende Stellungnahme des NAPHA. Es handelt sich letztendlich um seine Mitglieder, die jetzt wieder pauschal ins Kreuzfeuer geraten, weil es einen oder zwei Personen gab, die scheinbar den Kanal einfach nicht voll genug bekommen.

Fehlt es hier am Konzept seitens des Verbandes, der sich rühmt die nachhaltige Jagd zu fördern? Findet NAPHA die Jagd auf den seltenen Elefantenbullen in Ordnung oder erkennt sie ein Fehlverhalten? Die Öffentlichkeit will wissen, wie der Verband dazu steht.

Von Frank Steffen

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