17 Juni 2021 | Politik

Kazenambo zieht weiter über deutsche Farmer her

Deutscher Botschafter gibt kein Kommentar ab

Windhoek (km) • Der Swapo-Politiker und ehemalige Parlamentarier Kazenambo Kazenambo hat sich erneut kritisch gegenüber den deutschsprachigen Namibiern geäußert, aber Vorwürfe zurückgewiesen, einen Bürgerkrieg zu schüren. Kazenambo hatte vergangene Woche dazu aufgerufen, deutschsprachigen Farmern das ehemalige zu Herero- und Namagebieten gehörige Land wegzunehmen und den „rechtmäßigen“ Besitzern zurückzugeben. Er hatte dabei auch mit Gewalt gegen Deutschsprachige gedroht. Daraufhin hatte das Forum Deutschsprachiger Namibier mit Kritik reagiert und auf Versöhnung und Frieden gepocht. Kazenambo sagte nun, die Wegnahme von Land, das in den Händen Deutschsprachiger ist, sei unvermeidbar, wenn nicht die Genozidfrage endlich mit der nötigen Feinfühligkeit behandelt werde. Er gab sich gleichzeitig unschuldig, Gewalt anzustiften, und sagte, „ich bin weder das Problem noch die Ursache. Das Problem ist die Rücksichtslosigkeit, mit der die beiden Regierungen die Sache nach bloßer politischer Berechnung behandeln.“ Er warf der Regierung vor, die Interessen der Deutschen auf Kosten der eigenen Bürger zu beschützen, die in überfüllten und unterentwickelten ländlichen Regionen lebten und unter ökonomischer Ungerechtigkeit litten.

Auf Anfrage der AZ teilte der deutsche Botschafter für Namibia, Herbert Beck, nur mit, er nehme grundsätzlich nicht zu den Aussagen einzelner Personen Stellung. Somit liegt von Seiten der Botschaft kein Kommentar vor.

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