06 Februar 2012 | Politik

Kazenambo als Feuerfresser

Windhoek - Die Menschenrechtsorganisation Namrights sowie das Medieninstitut des Südlichen Afrika (MISA) haben schon am Freitag beide die gerade bekannt gewordenen beleidigenden Äußerungen von Kazenambo Kazenambo, Minister für Jugend, Sport und Kultur entschieden verurteilt und bedauert. Der politische Amtsträger und Ressortchef hat am 23. Januar 2012 angeblich ein Interview mit dem politischen Journalisten Tileni Mongudhi vom Nachrichten-Hintergrundmagazin "Insight" unvermittelt abgebrochen, dessen Tonbandgerät abgenommen und darauf Mongudhi sowie dessen Fotografen die Tür gewiesen.

Mongudhi hatte sich jedoch Notizen gemacht und diese mit Aufnahmen der wutverzerrten Visage des Otjiherero-sprachigen Ministers anderen Medien zur Verfügung gestellt, noch bevor die Reportage über das Interview in der nächsten "Insight"-Ausgabe im Druck erschienen ist. Kazenambo Kazenambo, der im September/Oktober 2011 die Schädelmission einer Ovaherero- und Nama-Delegation nach Berlin geführt hat, hat sich auf Fragen Mongudhis angeblich derart ereifert, dass er die Sprachgruppe des Journalisten verbal angegriffen hat: "... stupide Ovambo, die sind wie die Buren (und) schlimmer, weil Ihr hungrig und stupide seid...". Der Minister beschuldigte Mongudhi, zu einer "Ovambo-Verschwörung" zu gehören. "Stupide Ovambo-Minister" hätten ihn als "Ovambo-Journalisten" zu ihm geschickt. Der Auslöser war offensichtlich Mongudhis Frage, ob der Minister von Präsident Pohamba eine Zurechtweisung erhalten habe, nachdem er Ende vergangenen Jahres den Redakteur der Tageszeitung "Namibian Sun", Jan Poolman als Buren, als Koevoet (Angehöriger der früheren Guerillaabwehr) und dessen (weiße) Hautfarbe beschimpft hatte. Poolman hatte über zusätzliche Kosten der Berliner Schädelmission Auskunft erbeten.

Kazenambo Kazenambo hat sich als unberechenbarer Choleriker einen Namen gemacht.

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