17 Mai 2018 | Lokales

Kaum Ermittler, viele Fälle

ACC in Erongo hinkt beim Untersuchen von Korruption hinterher

Beim Büro der Anti-Korruptionskommission (ACC) in der Region Erongo wurden im abgeschlossenen Finanzjahr (2017/2018) insgesamt 57 neue Fälle angemeldet. Die Ermittler sind aber überfordert: „Die Anzahl Fälle werden mehr, doch das Personal bleibt gleich.“

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Die Ermittler im Swakopmunder Büro der Anti-Korruptionskommission (ACC) sind mit der Anzahl Korruptionsfälle überfordert. „Es ist eine große Herausforderung. Jährlich werden es immer mehr Fälle, doch wir sind immer noch nur vier Ermittler“, sagte Frieda Kanyama, ACC-Senior-Ermittlerin, gestern in Swakopmund.

Bei dem gestrigen Anlass im Büro des Erongo-Gouverneurs Cleophas Mutjavikua gab Kanyama einen Überblick über Aktuelles beim regionalen ACC-Büro. Genauso hatte sich Mutjavikua dabei zu Wort gemeldet und dabei die Medien ins Visier genommen.

„Es kommt oftmals vor, dass Journalisten in ihrer Berichtserstattung Ankläger und Richter spielen. Dies ist nicht hilfreich für uns, wenn wir die Korruption ausmerzen möchten“, sagte der Gouverneur. Er ergänzte, dass die Medien durch ihre Berichterstattung die Wahrnehmung geschaffen hätten, dass es in der Regierung viele „Fat Cats“ gebe, die von Natur aus korrupt seien.

„Manche Regierungsangestellte in hohen Posten erhalten gute Löhne, aber dies macht sie noch lange nicht korrupt. Diese Wahrnehmung hat dazu geführt, dass es nun eine Distanz zwischen Staatsbeamten und Bürgern gibt“, sagte er. Mutjavikua ergänzte, dass es der Ehrgeiz von Journalisten sei, die Berichte verkaufen möchten, ein Gefühl von „Wir und Euch“ zu schaffen. „Wir müssen diesen Lücke schließen“, sagte er.

Laut der Ermittlerin Kanyama sind beim Erongo-Büro der ACC zurzeit insgesamt 85 Fälle im System. Davon seien 56 in der Ermittlungsphase, derweil 23 vor Gericht seien. Bei den übrigen Fällen werde unter anderem auf eine Entscheidung der Generalsstaatsanwältin gewartet. „Im abgeschlossenen Finanzjahr wurden insgesamt 57 neue Fälle gemeldet, wovon zehn abgeschlossen wurden“, sagte Kanyama.

Laut der Ermittlerin habe die ACC mit vielen Herausforderungen zu kämpfen, besonders mit der Personalsituation. Hinzu komme die Unwilligkeit von Instanzen, bei Ermittlungen Informationen herauszugeben. „Wir warten oftmals mehr als sechs Monate, um wichtige Dokumente zu erhalten“, sagte sie.

Während ihrer Zusammenfassung hob Kanyama mehrere besondere Fälle hervor, die die ACC in der Erongo-Region zurzeit ermittelt. Dabei nannte sie einen Fall, bei dem Privatpersonen gefälschte Vorabgenehmigungsschreiben für Fischquoten benutzt haben sollen, um Geld zu erlangen. Mehr Details wollte sie nicht nennen und sagte lediglich: „Es handelt sich um mehr als eine Million N$.“ Eine Festnahme in diesem Zusammenhang habe es aber noch nicht gegeben.

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