03 April 2019 | Politik

Kapuuo unvergessen

Oppositionsführer will politischen Mord aufklären

Windhoek (hf) – McHenry Venaani, Oppositionsführer im Parlament, möchte sich an Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wenden, um Akten und Unterlagen zu erlangen, die den politischen Mord an Clemens Kapuuo vor 41 Jahren aufklären können. Die Herero-Gemeinschaft, vor allem Anhänger der PDM (Popular Democratic Movement, früher DTA), hat am vergangenen Mittwoch des früheren leitenden Ovaherero-Chefs gedacht. Der Veranstaltungssaal des UN-Plaza-Zentrums in Katutura war voll besetzt.

Am 27. März 1978 wurde Clemens Kapuu in Katutura am helllichten Tage aus dem Hinterhalt von zwei bewaffneten Männern auf offener Straße ermordet – zu einer Zeit, in der er Präsident der kurz zuvor gegründeten DTA (Demokratische Turnhallenallianz) war. Bis heute beschuldigen sich Südafrika und Swapo gegenseitig, dass sie für den Mord verantwortlich seien. Etwa um die gleiche Zeit wurden auch die führenden DTA-Mitglieder Toivo Shiyagaya und Pastor Cornelius Ndjoba im Ovamboland ermordet, bzw. Ndjoba kam durch die Explosion einer Landmine ums Leben. Bei diesen zwei Morden gilt es weitgehend als sicher, dass Swapo dafür verantwortlich war. Bei einem weiteren politischen Mord elf Jahre später, als der Swapo-Aktivist Anton Lubowski in Klein Windhoek vor seinem Haus niedergeschossen wurde, gilt es weitgehend als erwiesen, dass der südafrikanische Geheimdienst dafür verantwortlich war.

Venaani würdigte im UN-Plaza den konsequenten politischen Einsatz Kapuuos für die namibische Unabhängigkeit bis zu seinem Tode. Den Vorwurf der Kapuuo-Gegner, dass der Herero-Chef ein Kollaborateur der südafrikanischen Verwaltung gewesen sei, hat Venaani entschieden mit Beispielen zurückgewiesen. Kapuuo habe sich an keiner ethnischen (Bantustan)-Verwaltung beteiligt. Großartige Geschenke von wohlwollenden Weißen, zum Beispiel ein Luxusauto und ein Wohnhaus, habe der Politiker zurückgewiesen, so Venaani. Beim Gedenken kamen ferner jeweils ein Vertreter der Kapuuo Dynastie, der Kulturflagge sowie ein Journalist und Zeitgenosse Kapuuos zu Wort.

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