01 Juni 2021 | Politik

Kapofi fordert Maßnahmen gegen BDF

Gewalt der botswanischen Grenzpolizei müsse beendet werden

Windhoek (km/NMH) - Namibias Verteidigungsminister Frans Kapofi hat die botswanische Regierung aufgerufen, Maßnahmen gegen das Übermaß an Gewaltanwendung der botswanischen Grenzpolizei zu ergreifen. In der namibisch-botswanischen Grenzregion Sambesi kommt es wiederholt zu Vorfällen, bei denen Soldaten der Botswana Defence Force (BDF) namibische Wilderer töten. Seit 1990 wurden bereits mehr als 30 Namibier erschossen. Kapofi sagte, diese sogenannte „Shoot-to-kill“-Methode sei keine anerkannte Prozedur der botswanischen Regierung, sondern eigenmächtiges, undiszipliniertes Handeln einzelner Soldaten der BDF. Es sei jedoch im Interesse der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, derartige Vorfälle schleunigst zu unterbinden. „Ihre Methode, die Menschen zu erschießen, ist nicht richtig. Wilderer müssen verhaftet und vor ein rechtmäßiges Gericht gestellt werden.“

Kapofi verteidigte gleichzeitig die eigene Anwendung des namibischen Militärs in inländischen Operationen, die Kritik an der brutalen Vorgehensweise der Namibian Border Force (NBF) hervorgerufen hatten. „Diejenigen, die brutal sind, sind nur sehr wenige, und wir werden weiterhin die Zivilbehörden unterstützen, da die Polizei nicht genügend Leute hat.“

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