03 Februar 2012 | Politik

Kaapanda-Kritik an Reiter-Feier

Windhoek - Die Gedenkfeier zum 100-jährigen Jubiläum des Reiterdenkmals in Windhoek ist jetzt auf heftige Kritik des Informationsministers Joel Kaapanda gestoßen. In einer Presseerklärung stellt er den Vorwurf "Denkmal-Jahrhundertfeier ignoriert Realität" in den Raum und greift Mitorganisator Harald Koch dabei persönlich an.

Festredner Koch habe gesagt, dass man der deutschen Soldaten und Zivilisten sowie der "anderen Menschen, die in diesem Krieg ihr Leben verloren haben", gedenke. Diese "anderen Menschen", so argumentiert nun Kaapanda, "wurden in Wirklichkeit durch einen ,Vernichtungsbefehl' getötet, ausgestellt vom Deutschen Reich, um alle Otjiherero-sprechenden Namibier und Andere auszurotten". Der Minister wirft Koch vor, diesen Aspekt verschwiegen zu haben.

Er (Koch) habe "ebenfalls die Tatsache ignoriert, dass einige Totenschädel vor kurzer Zeit nach Hause gebracht wurden und andere sich noch in Deutschland befinden". Kaapanda machte deutlich: "Deutschland hat in unserem Land einen Völkermord verübt und niemand sollte Geschichte verfälschen. Das Denkmal dient ohne Zweifel dem Gedenken derer, die unsere Menschen ermordet haben. Koch und Andere sollten nicht heilende Wunden aufkratzen. Die letzten 100 Jahre sind noch frisch in unserem Gedächtnis." Der Minister forderte außerdem: "Der Geist der Versöhnung im unabhängigen Namibia sollte nicht in getarnter Art und Weise missbraucht werden."

Tatsächlich hat Koch in seiner Festrede aller Menschen gedacht, die in Kriegshandlungen getötet worden sind. Überdies hat er die These aufgestellt, dass es damals zwei Völkermorde gab - von den Herero und von den Deutschen (AZ berichtete).

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