30 Oktober 2020 | Natur & Umwelt

Jugend einsetzen

Beschäftigungsmöglichkeiten im Biomassesektor

Namibische Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten im Biomassensektor aktiv zu werden und von den natürlichen Resourcen des Landes nachhaltig zu profitieren. Ein Konzept, wie junge Menschen in die Holzkohleproduktion einbezogen werden können, wurde kürzlich vorgestellt.

Von Steffi Balzar, Windhoek

Das Ministerium für Sport, Jugend und Nationalen Dienst hat zusammen mit dem Nationalen Jugenddienst (NYS) und dem Nationalen Jugendrat (NYC) ein Konzept für die Beschaffung von Arbeitsplätzen für freischaffende Jugendliche im Biomassesektor entwickelt. Das gab das Ministerium kürzlich schriftlich bekannt. Shivute Katamba, der Staatssekretär des Jugendministeriums, bemerkte bei der Übergabe des Konzepts zur Nutzung von Holzkohle und Biomasse: „Wir sind uns der Bedeutung des Sektors für den Aufschwung der namibischen Wirtschaft bewusst und haben die Gelegenheit einer Einbeziehung der Jugend in diesen erkannt.“

Der Nationale Jugenddienst hat die Gemsbokpan-Farm in der Gegend von Grootfontein für ein Pilotprojekt zur Holzkohleproduktion ausgewählt. „In der Pilotphase werden Beschäftigungsmöglichkeiten für 55 Jugendliche geschaffen“, so die Erklärung. Im Rahmen des Projekts, das morgen startet, soll ihnen sowohl Disziplin und Eigenverantwortung als auch die Herstellung von Holzkohle vermittelt werden.

Das Ministerium arbeitet mit dem De-bushing Advisory Service (DAS) zusammen, einer Abteilung für Kapazitätsentwicklung der Namibia Biomass Industry Group (N-BiG). Finanzielle Unterstützung für die Entwicklung wurde laut Erklärung von der deutschen Regierung durch das von der GIZ in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium durchgeführte Bush Control and Biomass Utilization-Projekt gewährt.

„Ein vitaler Busch-Biomassen-Sektor bietet nicht nur Raum für qualifizierte sondern auch für ungelernte Arbeitskräfte. Dieses Konzept ist eine unmittelbare Lösung für die Jugendarbeitslosigkeit“, betonte Progress Kashandula, der Geschäftsführer von N-BiG. Die Jugendlichen sollten laut Kashandula erfolgreich in dem Betreiben einer nachhaltigen Holzkohleproduktion ausgebildet werden, um ihre eigenen Klein- und Mittelständigen Unternehmen eröffnen zu können. Dadurch könnten wiederum Beschäftigungsmöglichkeiten für andere namibische Jugendliche geschaffen werden.

Johannes Laufs, Teamleiter des Bush Control and Biomass Utilization-Projekts, würdigte die Bemühungen des Ministeriums, den Biomassesektor durch die aktivste Demografie des Landes zum Wachsen zu bringen. „Der Sektor hat seine Beschäftigtenzahl innerhalb der letzten fünf Jahre von 6000 auf 11000 fast verdoppelt und wichtige Maßnahmen zur Sicherung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit eingeführt“, heißt es in der Erklärung ferner. Die Holzkohleproduktion habe im vergangenen Jahr 17 Prozent der gesamten Agrarexporte ausgemacht und sei einer der wachstumsorientierten Sektoren und eine wichtige Säule bei der Entwicklung der gesamten Bioökonomie Namibias.

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