13 Dezember 2016 | Gesundheit

Jedes 4. Kind unterernährt

Intellektuelle Entwicklung bleibt dauerhaft zurück

Anlässlich des Besuchs der Menschenrechtsaktivistin Graça Machel rückte vergangene Woche das Thema Unterernährung bei Kindern in den Mittelpunkt verschiedener Gespräche. Dabei wurde deutlich, dass trotz Fortschritten das finale Ziel immer noch nicht erreicht ist.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Der frühere Premier Nahas Angula empfing vergangene Woche im Namen der Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila die Menschenrechtsaktivistin Graça Machel in Windhoek. Diese stattete gemeinsam mit der Unicef-Direktorin für das östliche und südliche Afrika, Leila Pakkala, Namibia einen dreitägigen Besuch ab, um die Reduzierung der Unterernährung bei Kindern weiter voranzutreiben.

„Namibias Erfolg im Kampf gegen Unterernährung resultiert aus den bestehenden internationalen Partnerschaften“, erläuterte Angula beim Empfang von Machel, der ehemaligen First Lady Mosambiks sowie Südafrikas. Dabei ist laut der internationalen Hilfsorganisation Unicef in den vergangenen Jahren in Namibia bereits ein Rückgang von Krankheiten und Unterernährung bei Kindern zu verzeichnen. So sei die Sterberate bei den Unter-Fünfjährigen von 4200 (1990) auf weniger als 3000 (2013) gesunken. Auch die Zahl der untergewichtigen Kinder sei gefallen: von 17% (2006) auf 13% (2013).

„Trotz der Erreichung dieser Ziele dürfen wir nicht vergessen, dass Unterernährung weiterhin ein Thema in ganz Afrika bleibt“, resümierte Machel und wies darauf hin, dass vor allem Kinder in ländlichen Gegenden betroffen seien. Dieser Mangel würde die physische und psychische Entwicklung eines Kindes irreversibel schädigen, so dass Kinder, die innerhalb ihrer ersten 1000 Lebenstage nicht ausreichend Nahrung erhalten, ihr intellektuelles Potenzial niemals vollständig entfalten könnten. Laut Angula ist dabei noch jedes vierte namibische Kind unter fünf Jahren betroffen. Dabei ging der ehemalige Premierminister auch auf die Nahrungsmittelsicherheit ein und verwies auf den globalen Welthunger-Index, der 2015 vom internationalen Forschungsins­titut für Nahrungspolitik (IFPRI) erstellt wurde. Dort sei Namibia auf Platz 13 von 42 bewerteten afrikanischen Ländern, mit einer Rate von 31,8, die ein „ernstes Nahrungsmittelproblem“ impliziere. 1995 habe die Quote noch bei 37 gelegen. Ein Grund für den Rückgang sei unter anderem das Schulspeisungs-Programm (NSFP), welches 1996 eingeführt wurde. Langfristiges Ziel sei es, „sämtliche Formen von Unterernährung bis 2030 zu beseitigen“, so Angula abschließend.

Gleiche Nachricht

 

Auszeichnungen für Krankenschwestern

vor 2 wochen - 04 September 2017 | Gesundheit

Windhoek/Otjiwarongo (nic) – „Sie übernehmen Verantwortung wenn Menschen geboren werden und wenn Menschen sterben. Und sie sind das Fundament unseres Gesundheitssystems.“ Mit diesen Worten eröffnete...

Ungenutzte SSC-Ansprüche

vor 3 wochen - 28 August 2017 | Gesundheit

Windhoek (NMH/ste) – Die staatliche Sozialversicherungsgesellschaft SSC fordert seine Mitglieder dazu auf, gestellte Ansprüche auch einzufordern. Die Kommission weist darauf hin, das ehemals gestellte Forderungen...

Mangel an Klinikpersonal

vor 1 monat - 17 August 2017 | Gesundheit

Windhoek/Kamanjab (kb) – Bewohner des Ortes Kamanjab haben die Befürchtung geäußert, dass die Regierung mehrere Millionen Namibia-Dollar verschwendet hat, die sie in die Aufwertung der...

Kinderkrebs im Fokus

vor 1 monat - 16 August 2017 | Gesundheit

Windhoek (nic) – „Krebs wird bei immer mehr Kindern diagnostiziert.“ Dies gab die namibische Krebsvereinigung (CAN) am Montag in einer Pressemeldung bekannt und erläuterte, dass...

Mann stirbt an Kongo-Fieber

vor 1 monat - 14 August 2017 | Gesundheit

Windhoek (Nampa/ms) • Ein 63-jähriger Mann ist vergangene Woche im Windhoeker Zentralgefängnis an Kongo-Fieber gestorben. Die Identität des Mannes, der am Mittwoch der hoch ansteckenden...

Zu wenig Personal

vor 1 monat - 13 August 2017 | Gesundheit

Windhoek/Kamanjab (kb) – Bewohner des Ortes Kamanjab äußern die Befürchtung, dass die mehreren Millionen Namibia-Dollar, die die Regierung zur Aufwertung der Klinik in ein Gesundheitszentrum...

Gesundheit wird zu teuer

vor 1 monat - 28 Juli 2017 | Gesundheit

Von Stefan Fischer, Windhoek Vier von fünf Namibiern haben keinen Gesundheitsschutz durch eine Krankenkasse. Das machte Carl „Callie“ Schäfer von Prosperity Health gestern auf einem...

Nur 19% sind krankenversichert

vor 1 monat - 27 Juli 2017 | Gesundheit

Windhoek (fis) – Wegen einer großen Versorgungslücke wird der Druck auf das namibische Gesundheitswesen immer größer. Wie der Experte Carl „Callie“ Schäfer (Bild) von Prosperity...

Für jeden Haushalt eine eigene Toilette

vor 1 monat - 27 Juli 2017 | Gesundheit

Windhoek/Ondingwanyama (nic) • Die Ortschaft Ondingwanyama südlich von Eenhana, Ohangwena-Region, ist im Rahmen eines Hygiene-Programms das erste von fünf Dörfern, in dem alle Haushalte über...

Erstes Hygiene-Ziel erreicht

vor 1 monat - 26 Juli 2017 | Gesundheit

Windhoek/Ondingwanyama (nic) – Die Ortschaft Ondingwanyama in der Ohangwena-Region ist im Rahmen eines Hygiene-Programms das erste von fünf Dörfern, in dem alle Haushalte über sanitäre...