05 März 2019 | Natur & Umwelt

Jagdverband kritisiert Töten der Hyänen

Windhoek (nic) – Der namibische Berufsjagdverband (Napha) betrachtet die Entscheidung des Umweltministeriums, die Hyänen in der Garub-Ebene zu erlegen, mit „großer Sorge“. In einer schriftlichen Meldung von Ende vergangener Woche spricht der Verband von einem „falschen Umgang“ mit dem Problem, das deutlich nicht durch das Vernichten der Hyänen gelöst werden könne. So seien die Wilden Pferde, die durch das Töten der Raubtiere geschützt werden sollen, zwar Teil der namibischen Geschichte, nicht jedoch „der Natur dieses Landes“. Die Menschen müssten diesbezüglich realistisch sein und akzeptieren, dass Namibia für die Pferde „niemals geeignet“ gewesen sei, noch sein werde. „Es ist ein Land, in dem ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Wildtier geschaffen werden muss – doch obwohl wir Naturschützer sind, können wir den Verlust von Wild nicht aufgrund von Pferden rechtfertigen“, lautet es in der Napha-Meldung.

Darüber hinaus gibt der Verband zu bedenken, dass das Erlegen der Hyänen womöglich eine „stillschweigende Genehmigung“ für Farmer der Region darstelle, Raubtiere auf ihrem Anwesen zu töten, sofern diese eine Bedrohung für ihre Nutztiere darstellen. Denn, so stellt Napha in Frage: „Sind die Wilden Pferde wichtiger als eine Ziege, ein Schaf oder ein Rind?“

Der Jagdverband spricht sich daher abschließend dafür aus, eine „sinnvolle Alternative“ für den Schutz der Huftiere zu finden, die jedoch das ausgewogene Vorkommen der Hyänen in dieser Region nicht beeinträchtigt.

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