24 Februar 2021 | Natur & Umwelt

Ist La-Niña für Robbenssterben verantwortlich?

Swakopmund/Walvis Bay (er) - Experten wollen jetzt die Ursache festgestellt haben, warum im Oktober vergangenen Jahres hunderte Kap-Pelzrobbenweibchen die Trächtigkeit abgebrochen und die Föten abgetrieben haben - es wurden damals unzählige tote Föten am Strand bei Pelican Point nahe Walvis Bay sowie anderen Stränden in Zentralnamibia gefunden.

„Entnommene Proben der toten Robbenbabys haben keine Spur von Toxinen oder Krankheiten aufgewiesen“, teilte die Umweltorganisation Ocean Conservation Namibia jetzt mit. Experten gehen daher davon aus, dass ungewöhnliche Wetterbedingungen wie zum Beispiel der starke La-Niña-Zyklus die Bewegung von pelagischen Fischen und somit das Hauptnahrungsmittel der Robben beeinträchtigt hätten. Die trächtigen Robben seien stark unterernährt gewesen und hätten mit Wahrscheinlichkeit die Trächtigkeit abgebrochen, um sich selbst zu schützen. „Unterlagen der vergangenen 30 Jahre zeigen, dass in der Vergangenheit ein derartiges Massensterben während des gleichen Wettermusters aufgetreten ist“, heißt es weiter.

Laut dem Namibia-Delfinprojekt (NDP) gehören Kap-Pelzrobben zu den am häufigsten vorkommenden Meeressäugetieren an der Küste von Südafrika und Namibia, wo sie endemisch sind. Während des Höhepunkts der Wurfzeit - zwischen Mitte November und Anfang Dezember - bringen die Muttertiere tausende Heuler in sämtlichen Kolonien nahezu gleichzeitig zur Welt. 2020 seien in Namibia jedoch eine außergewöhnlich hohe Anzahl abgemagerter Weibchen an Land beobachtet worden. Naudé Dreyer von Ocean Conservation Namibia habe erstmals im August und September einige tote Robben-Föten am Strand gefunden - im Oktober seien es hunderte gewesen.

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