26 Mai 2006 | Glosse

Is der nich ganz lekker ?

Der Panafrikanismus verbindet uns - zumindest auf dem Ombampira - mit dem ganzen Kontinent, ganz egal, ob wir mit allen verbunden sein möchten oder nicht und ganz gleich, ob Du nun einen dunklen Tähn hast oder ein Bleichgesicht bist. Zum Beispiel mit Comräd Boppa Mugabe.

Uns verbindet auch die Solidarität mit dem großen Nachbarn südlich des Oranje. Diese Solidarität ist sowohl freiwillig als auch unfreiwillig entstanden, wie das so oft im Leben ist. Aus der unfreiwilligen Verbindung haben wir vor 16 Jahren erstmal die freiwillige souveräne Trennung gebastelt. Nun wollen wir auf der Ebene der Staatengemeinschaft wieder langsam zusammenwachsen, eine Währung verprassen und einen Pass tragen und eine Einheit herstellen und so weiter. Den gemeinsamen Führerschein/Karte haben wir ja schon eingeführt. Da hätten wir ja gleich fünfte Provinz bleiben können, sagt der Zyniker. So bleddy einfach is das nu auch wieder nich.

Immerhin sind wir in der Zollunion geblieben, haben die gleiche Währung behalten, auch wenn wir zunächst den Flunsch von Kasupi Witbooi und den Tintenpalast auf dem Zaster abgedruckt haben. Die Pragmatiker in der größten Partei aller Zeiten haben das bisher geklickt. Du musst nich mit der Währung morschen und schon gar nicht vom SA Rand abkoppeln. Auf die Geldscheine kannst Du zum Schein finanzieller Souveränität dann Köppe abdrucken soviel Du willst, solange der Faden zur südafrikanischen Zentralbank net nich reißt.

Wenn wir auch die Alltagspolitik von Südafrika kaum beachten, auf jeden Fall viel weniger als früher, weht dennoch viel aus der Kaprepublik ins Land der Braven herüber, das Du net nich ignorieren kannst. Da ist der Absturz von Bafana Bafana ins Bodenlose. Das ist der ansonsten seriöse Omupräsidente Thabo Mbeki, der vor HIV/Aids den Kopp in den Sand steckt und meint, das wäre eine Illusion, ein Import aus dem dekadenten Ausland oder so ähnlich.

Aber ausgerechnet Mbekis geschasster Erzfeind Jacob Zuma trägt zur Illusion von Großbaas Mbeki bei. Ihr wisst, dass der Populist Zuma seine Hoffnung auf das Amt - Omupräsidente der Kaprepublik zu werden - noch nicht aufgegeben hat. Trotz Korruptionsverfahren, das gegen ihn läuft, und vielleicht gerade wegen des Freispruchs von der kürzlichen Vergewaltigungsklage.

Zuma aber hat noch viel Schlagkraft, nicht nur durch die Massen der Gewerkschaften, die ihm zujubeln. Er hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Was niemand zuvor gewusst hatte, ist nun allgemeine Kunde. Nach dem Geschlechtsakt mit einer HIV/Aids-infizierten Frau gehst Du unter die Dusche, seifst Dich ein und der Trabbel is schkuhrn weg. So wenigstens hat Zuma das im Gericht ausposaunt, als er gefragt wurde, was er denn mit der Frau gemacht habe, die ihn angeklagt hatte, dass er sie mit Gewalt und gegen ihren Willen niedergezwungen habe. Er war übrigens zu Zeiten seiner Amtsausübung als Vizepräsident der Baas irgendeiner der vielen HIV/Aids-Organisationen, wo das Geld reichlich fließt.

Jesslaik Zuma, schau toch 'mal in die Dichtung, wo geschrieben steht: Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

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