16 Januar 2020 | Wirtschaft

Inflation verliert an Fahrt

Statistikamt: Teuerungsrate sinkt im Dezember um 2,5 Prozentpunkte

Günstiger Sprit, Rückgänge bei Lebensmittelpreisen und geringer Preisdruck bei Wohnkosten wie Wasser, Strom und Miete – die jährliche Inflationsrate hat zum Ende 2019 kräftig an Fahrt verloren. Das auf Verbrauchern lastende Preiswachstum hat sich im Jahresvergleich knapp halbiert.

Von Clemens von Alten, Windhoek

Im letzten Monat des vergangenen Jahres hat die jährliche Inflationsrate sich um 2,5 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent verlangsamt. Die monatliche Inflationsrate betrug -0,1 im Vergleich zu 0,1 Prozent im November 2019. Das teilte die Statistikbehörde (NSA) gestern schriftlich mit und erklärte, dass in Bereichen wie Transport, Lebensmitteln sowie anderen Gütern und Dienstleistungen die Preisteuerung deutlich verlangsamt habe.

In der Preiskategorie Transport sei die Inflationsrate im aktuellen Berichtsmonat auf nur zwei Prozent gesunken von 10,9 Prozent im Dezember 2018. Transportpreise haben aufgrund ihrer Gewichtung (14,28%) – nach Lebensmitteln (16,45%) und Wohnkosten (28,36%) – den drittgrößten Einfluss auf die Berechnung der Inflation. „Im vergangenen Jahr waren die Preisanstiege bei Fahrzeugverkäufen deutlich höher, während günstige Spritpreise zurzeit den Betrieb von Maschinen und Verkehrsmitteln erschwinglich machen“, heißt es in dem Bericht.

Doch auch bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken hat sich das Preiswachstum im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamt – von 5,2 auf 1,7 Prozent, so das Statistikamt. Diese Verringerung in Höhe von 3,5 Prozentpunkten sei auf schwache Anstiege beziehungsweise Rückgänge der folgenden Verbraucherpreise zurückzuführen: Brot und Cerealien (0,2%), Fleisch (-1,4%), Speiseöle und -fette (-0,3%), Zucker, Marmelade, Honig, Sirup, Schokolade und andere Süßwaren (-1,4%), Kaffee, Tee und Kakao (4,4%) sowie Mineralwasser, Erfrischungsgetränke und Säfte (1,4%).

Da die namibischen Verbraucher in der Regel das meiste ihres Einkommens für Wohnung, Wasser, Elektrizität, Gas und andere Brennstoffe ausgeben, fallen Preisveränderung in diesem Bereich besonders schwer ins (Inflations-)Gewicht. „In der Kategorie Wohnkosten stand die jährliche Inflationsrate im Berichtsmonat bei 1,9 Prozent im Vergleich zu 3,1 Prozent im Dezember 2018“, erklärt die NSA-Ökonomen. Außer was reguläre Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen betrifft, sei das Preiswachstum bei allen anderen Verbraucherpreisen (Wasser, Elektrizität, Miete usw.) gesunken.

„Im Jahresdurchschnitt belief sich die Inflationsrate im vergangenen Jahr auf 3,7 Prozent“, erklärte Indileni Nanghonga, Ökonomin aus dem Hause Simonis Storm Securites, gestern schriftlich. „Wir erwarten 2020 einen Anstieg auf 4,8 Prozent.“ Die Finanzberaterfirma rechne mit steigenden Fleisch- und Treibstoffpreisen. Auch eine Reduzierung der Zinsen sei möglich, so Nanghonga.

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