16 März 2021 | Gesundheit

Impfstoff „kann jederzeit eintreffen“

Sieben Todesfälle gestern bestätigt - Impfstoff AstraZeneca nun in Botswana

Swakopmund/Windhoek (er) - Genau ein Jahr, nach dem ersten COVID-19- Fall in Namibia wird auf die Ankunft des Impfstoffs hierzulande noch in Spannung gewartet. „Der Impfstoff kann jederzeit eintreffen“, sagte Gesundheitsminister Dr. Kalumbi Shangula, der Namibier aufgerufen hat, „sich impfen zu lassen, um sich und Ihre Mitmenschen zu schützen“.

Die Anzahl COVID-bestätigten 19-Fälle in Namibia ist am Sonntag auf insgesamt 41 424 gestiegen. Davon gelten 38 514 als genesen, die Anzahl Personen, die in Namibia an bzw. mit COVID-19 verstorben sind, liegt bei 465. Gestern wurden insgesamt sieben neue Todesfälle bestätigt (Otjiwarongo 3, Windhoek 3, Oshakati 1). Shangula hatte vor einem Jahr, am 14. März 2020, offiziell die Ankunft des Coronavirus in Namibia bestätigt. Es hatte sich damals um zwei Touristen gehandelt, die aus Spanien angereist waren (AZ berichtete).

Shangula hatte vor kurzem angekündigt, dass Namibia den AstraZeneca-Impfstoff erhalten werde. Die ersten Dosen sind bereits vor einer Woche im Nachbarland Botswana gelandet, teilten örtliche Medien mit. Botswana habe die Dosen aus Indien erhalten. Es handele sich um Covishield-Impfstoffe und somit eine Spende aus Indien. Covishield, der zugleich als der Oxford-AstraZeneca-Impfstoff bekannt ist, sei vom Serum Institute in Indien hergestellt worden.

Der AstraZeneca-Impfstoff ist allerdings weltweit in die Kritik geraten, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Impfstoff unterstützt. Irland hat jetzt auf Empfehlung örtlicher Gesundheitsbehörden nach Berichten über Blutgerinnungsvorfällen in anderen Teilen Europas die Einführung des Impfstoffs ausgesetzt. Zuvor hatten Norwegen, wo das AstraZeneca-Impfprogramm unterbrochen wurde, „schwerwiegende Blutgerinnungsereignisse“ aufgezeichnet, berichteten örtliche Medien. Dänemark und Island haben den Rollout bis zu einer Untersuchung ebenfalls ausgesetzt.

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