04 Februar 2019 | Gesundheit

„Ich bin und ich werde“

Der Weltkrebstag betont die Mitverantwortung der Einzelnen

Jeder Mensch trägt eine Mitverantwortung, den Einfluss und die Auswirkungen der Krankheit Krebs auf sich selbst sowie Verwandte und die unmittelbare Umgebung einzudämmen, bzw. zu kontrollieren. Diese Einstellung soll am heutigen Tage greifen, wenn auch in Namibia der Weltkrebstag begangen wird.

Von H. Lamprecht & F. Steffen, Windhoek

Im Februar 2000 wurde eine Bewusstseinskampagne auf dem „Weltgipfeltreffen gegen Krebs“ beschlossen. Seitdem findet am 4. Februar eines jeden Jahres der Weltkrebstag mit dem Ziel statt, die Vorbeugung sowie Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die vergangenen drei Jahre wurden unter dem Motto „Wir können - Ich kann“ abgehalten und in diesem Jahr hat die Welt-Krebsorganisation (UICC) das Motto „Ich bin und ich werde“ verabschiedet. Es gilt über die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung zu informieren.

In Namibia werden zwischen 3500 und 3700 Krebsfälle pro Jahr diagnostiziert. Mit den Hashtag-Schlagwörtern #IAmNamibia und #IWillFightCancer möchte die Krebsvereinigung Namibias (CAN), dass „wir uns vereinen und als eine Front gegen diese Krankheit agieren“, so der Geschäftsführer der CAN, Rolf Hansen. „Der Fokus verschiebt sich vom Kranken auch auf die Familie und die Menschen um uns. Vor allem in Afrika wird es wichtig, dass die bestehenden Stigmas vernichtet werden“, meinte Hansen ferner - Aufklärung und Verständnis seien gefragt.

Laut einer britischen Studie liegen die Genesungschancen von acht Krebsarten bereits dreimal höher als im Falle der restlichen Krebs-Diagnosen: dazu gehören Blasen-, Darm-, Brust-, Gebärmutter-, Eierstock- und Hodenkrebs sowie bösartige Melanome. Gerade Brust-, Gebärmutterhals-, Darm und Hautkrebs sowie Krebserkrankungen an den Stimmbändern und einige Kinderkrebsarten seien früh erkennbar. Je früher die Krankheit diagnostiziert werde, je größer sei die Chance auf eine Genesung.

Laut der „American Association for Cancer Research“ (AACR) werden weltweit jährlich an die 14 Millionen Menschen mit Krebs diagnostiziert und etwa 8,8 Millionen sterben jedes Jahr an einer Krebserkrankung. Bis zum Jahre 2030 könne sich die Zahl der Neuerkrankungen auf 21 Millionen erhöhen, bzw. könnten bis zu 13 Millionen Menschen daran sterben.

In Deutschland will man indessen am 4. und 5. Februar 2019 den ersten Deutschen Krebsforschungskongress abhalten um künftig Krebsforscherinnen und -Forschern eine Plattform zur Präsentation von Forschung sowie zum Austausch, der Vernetzung und zur gezielten Interaktion zu bieten. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (CDU), sowie die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landtags Baden-Württemberg, Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), werden zur Eröffnung erwartet.

Gleiche Nachricht

 

Hygiene und Sauberkeit im Fokus

1 woche her - 20 Juni 2019 | Gesundheit

Von Clemens von AltenWindhoekIn ihrer gestrigen Rede zur Lage der Region (SoRA) bezeichnete die Gouverneurin Laura McLeod-Katjirua den Ausbruch von Hepatitis E als eine „tickende...

Mehr als 5300 Hepatitis-Fälle

1 woche her - 14 Juni 2019 | Gesundheit

Von Nina CerezoWindhoekEs war der 14. Dezember 2017, als das Ministerium für Gesundheit und Sozialfürsorge den Ausbruch von Hepatitis E in Windhoek erklärt hat. Damals...

„Es gibt kein Unheilbar“

vor 2 wochen - 11 Juni 2019 | Gesundheit

Windhoek/Swakopmund/Karibib (nic) - Heilung auf geistigem Weg, auch von Leiden, das von Medizinern als unheilbar diagnostiziert worden ist – dass das möglich ist, zeigt der...

Schluss mit der Tabuisierung

vor 3 wochen - 31 Mai 2019 | Gesundheit

Von Nampa und Clemens von AltenWindhoek/RunduVor allem die männliche Bevölkerung wurde am Dienstag von der Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Sanet Steenkamp, aufgerufen, der Tabuisierung rund um...

Ministerium untersucht Todesfall

vor 1 monat - 28 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) – Nachdem vergangene Woche ein Kleinkind im Katutura-Krankenhaus in Windhoek gestorben ist, hat das Gesundheitsministerium nun eine Untersuchung dieses Falles angeordnet. Dies teilte...

Keine weitere Virusverbreitung

vor 1 monat - 16 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) • Nachdem eine 54-jährige Frau vergangene Woche an Kongo-Fieber erkrankt war, gibt es bislang keine weiteren bestätigten Fälle. Dies teilte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula...

Briefe 1893 - 1904 (XXXIII Brief, Teil 2/2)

vor 1 monat - 09 Mai 2019 | Gesundheit

Nun, die Missionare gehen auch mit gutem Beispiel voran. Es gibt keine Leute hier, die scheinheiliger, zweideutiger und schlechter sind, als diese „Wölfe im Schafskleide”....

Kongo-Fieber bestätigt

vor 1 monat - 08 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek/Ondangwa (nic) – Das Gesundheitsministerium hat den Ausbruch von Krim-Kongo-Fieber (Crimean Congo Haemorrhagic Fever, CCHF) in der Oshikoto-Region bekanntgegeben. Wie die Behörde am Dienstag schriftlich...

Namibia im Kampf gegen Malaria

vor 2 monaten - 25 April 2019 | Gesundheit

Heute wird international der Welt- Malariatag begangen, der auf Beschluss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 2007 zum ersten Mal stattgefunden hat, um auf die global...

USA und Namibia verlängern Kooperationsvereinbarung

vor 2 monaten - 18 April 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) • Die USA und Namibia werden auch weiterhin in puncto Gesundheit zusammenarbeiten: US-Botschafterin Lisa Johnson und Gesundheitsminister Kalumbi Shangula haben die Kooperationsvereinbarung zwischen...