27 Dezember 2007 | Kommentar

Hände auf: Geld oder Leben

Habe ich keine Kohle, muss ich wohl verrecken oder habe ich kein Geld, gibt es keinen guten Dienst. Dieser Eindruck entsteht, wenn die Dienste von vor allem privaten Rettungsdiensten verlangt werden. Natürlich müssen die Einsätze der Männer und Frauen bezahlt werden. Schließlich müssen die Angestellten der Notdienste auch ein Gehalt empfangen und kostet die Ausrüstung der Feuerwehr und der Krankenwagen eine Menge Geld. Wenn es sich aber um einen Notfall handelt, dann möchte der Mann auf der Straße so schnell wie möglich, dass seiner Familie oder Freunden oder dem Menschen in Not geholfen wird. Jede Minute zählt und als Laie verlange ich dann schnelle Hilfe und nicht langes Herumgerede wer was wann und wie bezahlen wird. Die meisten von uns sind keine Sanitäter, keine ausgebildeten Krankenpfleger oder Mediziner. Wir können bei einem Notfall nicht beurteilen ob noch viel Zeit vorhanden oder wie ernst die Lage ist. Wir wollen Hilfe von Experten und zwar schnell! Bezahlen können wir später.

Dass es Fälle gibt, wobei Patienten geholfen wurde und diese dann die Rechnungen nicht beglichen haben, ist sicher nicht abzustreiten. Ist dies jedoch ein Grund Hilfe zu verweigern und von jedem erst eine Bezahlung zu verlangen? Die meisten Touristen die hier ins Land kommen, haben eine Krankenversicherung. Ist es dann nötig alles im Voraus zu bezahlen oder hat es nicht etwas Zeit z.B. bis zum nächsten Tag? Wie kann ein Notfall mit einem Autokauf verglichen werden?

Wo beginnt die Menschlichkeit und wo das Geschäft? Erst das Geld und dann der Patient oder erst der Patient und dann das Geld?

Wenn eine Dienstleistung schon im Voraus oder sofort bezahlt werden muss, kann ich dann auch mein Geld zurückverlangen wenn der Dienst nicht meinen Erwartungen gemäß durchgeführt wurde? Was ist wenn die Rettungskräfte zu lange brauchten oder Fehler gemacht hatten? Auf der anderen Seite sollten wir denn Männern und Frauen der Rettungskräfte ihre Arbeit erleichtern, sie sachlich informieren und z.B. bei Unfällen nicht im Weg stehen und die Retter bei der Arbeit behindern. Die Retter sollten denjenigen, den sie ansprechen (anrufen) informieren und nicht nur von ihm verlangen zu zahlen. Mehr Menschlichkeit beim Geschäft! Wir brauchen einander!

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