04 November 2013 | Lokales

Himba-Dorf in Swakopmund

Nach monatelanger Debatte ist es jetzt offiziell: Die traditionelle Ovahimba-Gruppe kann in Swakopmund ein Dorf errichten, wo dieser Lebensstil hautnah erlebt werden kann. Das hat der Swakopmunder Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag entschieden. Das multikulturelle Dorf/Zentrum soll neben dem Martin-Luther-Museum entstehen. Die Idee dazu hat die traditionelle Ovahimba-Behörde vor wenigen Monaten zum ersten Mal aufgebracht und beim Stadtrat ein Grundstück in Swakopmund beantragt. Zuerst hatte Marikondjo Tjambiru, ein Sprecher der Gruppe, ein 25 Hektar großes Areal nahe der Tiger Reef Beach Bar im Swakop-Rivier gefordert. Diesen Antrag hatte der Stadtrat abgelehnt (AZ berichtete). Die Ovahimba-Gemeinschaft hat daraufhin an dem Konzept gefeilt und wenig später ein Grundstück nahe des Martin-Luther-Museums beantragt. Der Swakopmunder Stadtrat empfinde dies als gute Idee, heißt es in der Beschlussvorlage der jüngsten Ratssitzung. „Das Areal neben dem Martin-Luther-Museum ist nicht nur für die Errichtung eines Himba-Dorfs ideal, sondern alle interessierten Stämme können ihre Kulturen bei dem multikulturellen Zentrum präsentieren“, heißt es in der Beschlussvorlage. Und: „Das wird das Martin-Luther-Museum abrunden, weil dies ohnehin eine Touristenattraktion ist.“ In der Beschlussvorlage heißt es weiter, dass viele Touristen Namibia wegen seinen vielfältigen Traditionen besuchen würden. Allerdings würden Touristen nicht immer die Gelegenheit haben, alle Traditionen zu erleben, da sie dafür sehr weit reisen müssten. „Wenn der Stadtrat ein Grundstück für diesen Zweck zur Verfügung stellt, ist es ein One-Stop-Laden, wo Touristen alle Traditionen an einem Platz erleben können“, heißt es. Ferner sei die Errichtung eines multikulturellen Zentrums eine gute Idee, da dies Arbeitsstellen schaffen werde. Die Ovahimba-Gruppe sei allerdings nicht die erste Gruppe, die einen Antrag dieser Art beim Swakopmunder Stadtrat eingereicht habe. Es hätten viele kulturelle Gruppen in der Vergangenheit die gleiche Idee gehabt, heißt es. Der Stadtrat habe aber nie Land für diesen Zweck zur Verfügung gehabt, daher habe man die Anträge abgelehnt. Des Weiteren habe es im Jahr 2011 einen Antrag von der Firma Schubert und Bock gegeben, die ein Restaurant beim Martin-Luther-Museum errichten wollte. „Angesichts der Tatsache, dass es ein großes Interesse in der Öffentlichkeit gibt, wäre es eine gute Idee, ein Grundstück neben dem Martin-Luther-Museum für diesen Zweck zu reservieren“, heißt es. Allerdings werde das Design zunächst überarbeitet, was laut dem Stadtrat bis zu 24 Monate dauern könne. Von Erwin Leuschner Swakopmund

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