31 Juli 2013 | Landwirtschaft

Hilfe für Kleinviehfarmer

D as Kabinett habe gestern beschlossen zeitlich begrenzte Hilfe an Kleinviehproduzenten zu leisten, damit diese die derzeitige Dürre besser überbrücken können. „Teilweise werden die Exportbestimmungen aufgehoben, aber es ist gleichzeitig wichtig auch die verarbeitende Industrie, die Schlachthöfe zu unterstützen. Die Maßnahmen sind kurzfristig und es muss in den nächsten Wochen an einer langfristigen Lösung gearbeitet werden“, sagte gestern Nachmittag der Minister für Handel und Industrie, Calle Schlettwein im Beisein seines Kollegen, dem Minister für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft, John Mutorwa. Die bisherige Bestimmung, dass für jedes lebend ausgeführte Schaf der Kleinvieh-Produzent sechs Tiere lokal schlachten muss, wurde aufgehoben und mit einem 1:1 Schlacht-Ausfuhr-Verhältnis ersetzt. Diese Regelung tritt am 15. August dieses Jahres für 90 Tage, bis zum 15. November 2013, in Kraft. Sobald das Finanzministerium im Amtsblatt bekannt gibt, dass die 15 Prozent-Abgabe für gesalzene Schafsfelle aufgehoben ist, sei diese Regelung gültig und dürfen die Felle exportiert werden, wenn keine hiesige Gerberei in Namibia diese Schafsfelle weiter verarbeiten möchte. In jedem Falle müssen den hiesigen Unternehmen diese Felle zur Weiterverarbeitung zuerst zu einem vom namibischen Fleischrat überprüften Preis angeboten werden. Wird das Angebot von lokalen Gerbereien oder Unternehmen nicht binnen 14 Tagen angenommen, kann der Fleischrat eine Ausfuhrgenehmigung ausreichen. „Zu den 70 Namibia-Dollar die pro Schaf oder Ziege im Rahmen der Dürrehilfe gezahlt werden, wenn der Farmer diese zum Schlachthof bringt oder verkauft, werden Produzenten zwischen dem 1.August und 31.Oktober dieses Jahres weitere 30 N$ pro Tier gezahlt, wenn er diese bei einem lokalen Schlachthof schlachten lässt“, sagte Schlettwein. Dies müsse vom Fleischrat verifiziert werden. Additional werden weitere 20 N$ gezahlt, wenn es sich dabei um Fettschwanzschafe handelt, die hauptsächlich von kommunalen Farmern gezüchtet werden. „Des Weiteren gilt die generelle Regelung, dass keine Strafen pro Tier oder Kilogramm für Fettschwanzschafe gezahlt werden und dass alle Exporte von Rohfellen und gesalzenen Schafsfellen, die von der 15-Prozent-Abgabe freigestellt wurden, in versiegelten Containern stattfinden. Dies muss vom Fleischrat, der Veterinärbehörde und der Zollbehörde überprüft und gutgeheißen werden. Swakara-Fellchen sind von diesen Regelungen ausgeschlossen“, sagte der Handelsminister. Das Datum, ab wann der Export beginnen kann, werde in den Medien bekannt gegeben. Im Namen des namibischen Landwirtschaftsverbandes (NAU) dankte der Geschäftsführer Sakkie Coetzee den Ministern Schlettwein und Mutorwa für ihren Einsatz und dem Kabinett für die Hilfestellung für die Kleinviehfarmer in dieser schweren Zeit. Minister Schlettwein und sein Kollege Mutorwa betonten, dass die nächsten Wochen von allen Interessenträgern genutzt werden müssen, um eine langfristige Lösung für alle Beteiligten zu finden. Von Dirk Heinrich, Windhoek

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