06 November 2013 | Wirtschaft

Hersteller zur Selbsteinschätzung aufgefordert

Windhoek (hf) • Wirtschaftsminister Calle Schlettwein hat den Verband namibischer Hersteller NMA (Namibia Manufacturers Association) gestern aufgefordert, ihm bei der angesagten „Growth at Home Conference“ am 28. November Rückmeldung zur Selbsteinschätzung zu erstatten: „Ich lade Sie ein, dass wir unseren Dialog fortsetzen, um aus Ideen zu handeln, wie wir am besten ,Wachstum zu Hause` umsetzen können.“ Der Wirtschaftsminister hat gestern die Jahreshauptversammlung des NMA eröffnet, der private Interessenträger namibischer Fabrikanten, der von der Regierung finanzielle Unterstützung erhält. „Wir sehen den Verband als wichtigen Partner in der Ausführung unseres Mandats an, Handel und Industrie zu entwickeln.“ Die Regierung setze auch auf den NMA, das gerade verabschiedete Industrieprogramm (Industrial Policy) umzusetzen. Das verlange die strukturelle Transformation und Moder­nisierung der bestehenden Wirtschaft, die jedoch noch viel zu sehr vom primären Sektor (Rohstofflieferung) beherrscht werde. Gerade dazu habe die Regierung das „gut koordinierte Industrieprogramm“ konzipiert. Dann zeigte Schlettwein Verständnis für zahlreiche Hürden, die der Herstellungssektor in einem Entwicklungsland zu überwinden habe. Im Hinblick auf die Erfordernisse zum Anschluss an den Welthandel müsse die Regierung aktive Politik betreiben und öffentlich-private Partnerschaften etablieren, um institutionelle Lücken zu schließen. Es ist besorgt, dass Länder wie Namibia zu Beginn ihrer Industrialisierung um ihren Entscheidungsraum bangen müssten. So verwies er auf die starke Subventionierung der Landwirtschaft in den führenden Industriestaaten, der Landwirte ärmerer Länder nichts ­entgegenzusetzen hätten. Er hob ­ferner das Phänomen der „wachsenden Wirtschaft ohne Steigerung der Arbeitsstellen“ hervor. Gerade in der industrieellen Herstellung setze sich bei starker Kapitalanlage die Automatisierung immer mehr durch. „Industrieelle Entwicklung ist daher nicht mehr imstande, das wachsende Angebot an Arbeitskräften unterzubringen.“ Namibias Ambition der Industrialisierung habe auch die zunehmenden Auflagen der Umweltpolitik zu beachten. Schlettwein ermahnte den NMA schließlich, seine Planung für expandierende Industriebetriebe im Einklang und gegenseitiger Kooperation mit den anderen Wirtschaftssektoren zu sehen.

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