06 November 2018 | Gesundheit

Hepatitis-E-Ausbruch dauert weiter an

Nach Niederschlägen rechnet Gesundheitsministerium mit weiteren Fällen

Fast ein Jahr ist es her, dass der Ausbruch von Hepatitis E erklärt wurde. Trotz verschiedener Maßnahmen hat sich die Lage noch nicht entspannt – im Gegenteil könnte der Virus mit dem kommenden Regen vermehrt um sich greifen.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Es ist ein „langwieriges“ Unterfangen, betont das Gesundheitsministerium in einem gestern veröffentlichten Bericht zur aktuellen Lage des Hepatitis-E-Ausbruchs. Insgesamt 3638 Fälle seien seit der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs am 14. Dezember 2017 registriert worden, wovon 487 ärztlich bestätigt worden seien. 31 Menschen seien bislang an den Folgen des Virus gestorben (AZ berichtete).

Am stärksten betroffen sei nach wie vor die Khomas-Region, insbesondere Windhoek, und dort die informelle Siedlungen Havanna und Goreangab. Hier habe es bislang 2573 Verdachtsfälle (71 Prozent) gegeben, wovon 2175 Personen epidemiologisch miteinander verknüpft seien, was bedeutet, mit weiteren Erkrankten in einem Haushalt zu leben. Am zweitstärksten vertreten sei Hepatitis E in der informellen Siedlung DRC bei Swakopmund, wo bislang 846 Fälle (23 Prozent) gemeldet worden seien.

„Die höchsten Zahlen an Verdachtsfällen sind im Juli registriert worden“, lautet er weiter in der Meldung, wobei es ab Mitte Mai einen stetigen Anstieg gegeben habe. In den vergangenen Wochen sei die Zahl wieder zurückgegangen, doch erwarte das Gesundheitsministerium aufgrund der jüngsten Regenfälle und unter Einberechnung der Inkubationszeit von zwei bis zehn Wochen einen erneuten Anstieg in den kommenden Tagen. Vor diesem Hintergrund werde auch der Regenzeit mit Bedenken entgegengeblickt.

Mit 60 Prozent aller Betroffenen haben sich laut dem Bericht bislang mehr Frauen an dem Virus infiziert sowie die meisten aller mutmaßlich Erkrankten zwischen 20 und 29 Jahre alt seien (1446 Personen). Ebenfalls stark vertreten sei die Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren mit 1283 aller Verdachtsfälle.

„Obwohl seit fast einem Jahr Gegenmaßnahmen durchgeführt werden, haben wir den Ausbruch noch immer nicht in den Griff bekommen“, lautet es schließlich im Bericht, und weiter: „Im Gegenteil.“ Noch immer fehle es insbesondere in den betroffenen Gegenden an sanitären Anlagen sowie an fließendem Wasser. Weiter würden Fälle oftmals erst verspätet gemeldet werden, sodass die „tatsächliche Anzahl der Betroffenen“ durchaus höher liegen könne. Ebenso fehle es aufgrund des Haushaltdefizits an Gesundheitsexperten.

Auch fehlende Aufklärung nennt das Ministerium als fortwährende Herausforderung. So werde nicht nur die Wichtigkeit für regelmäßiges und gründliches Händewaschen oftmals noch nicht erkannt, sondern auch Vandalismus und Diebstahl würden den Versuch, sanitäre Anlagen und Wassertanks zu errichten, maßgeblich trüben.

Gleiche Nachricht

 

Hygiene und Sauberkeit im Fokus

vor 17 stunden | Gesundheit

Von Clemens von AltenWindhoekIn ihrer gestrigen Rede zur Lage der Region (SoRA) bezeichnete die Gouverneurin Laura McLeod-Katjirua den Ausbruch von Hepatitis E als eine „tickende...

Mehr als 5300 Hepatitis-Fälle

vor 6 tagen - 14 Juni 2019 | Gesundheit

Von Nina CerezoWindhoekEs war der 14. Dezember 2017, als das Ministerium für Gesundheit und Sozialfürsorge den Ausbruch von Hepatitis E in Windhoek erklärt hat. Damals...

„Es gibt kein Unheilbar“

1 woche her - 11 Juni 2019 | Gesundheit

Windhoek/Swakopmund/Karibib (nic) - Heilung auf geistigem Weg, auch von Leiden, das von Medizinern als unheilbar diagnostiziert worden ist – dass das möglich ist, zeigt der...

Schluss mit der Tabuisierung

vor 2 wochen - 31 Mai 2019 | Gesundheit

Von Nampa und Clemens von AltenWindhoek/RunduVor allem die männliche Bevölkerung wurde am Dienstag von der Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Sanet Steenkamp, aufgerufen, der Tabuisierung rund um...

Ministerium untersucht Todesfall

vor 3 wochen - 28 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) – Nachdem vergangene Woche ein Kleinkind im Katutura-Krankenhaus in Windhoek gestorben ist, hat das Gesundheitsministerium nun eine Untersuchung dieses Falles angeordnet. Dies teilte...

Keine weitere Virusverbreitung

vor 1 monat - 16 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) • Nachdem eine 54-jährige Frau vergangene Woche an Kongo-Fieber erkrankt war, gibt es bislang keine weiteren bestätigten Fälle. Dies teilte Gesundheitsminister Kalumbi Shangula...

Briefe 1893 - 1904 (XXXIII Brief, Teil 2/2)

vor 1 monat - 09 Mai 2019 | Gesundheit

Nun, die Missionare gehen auch mit gutem Beispiel voran. Es gibt keine Leute hier, die scheinheiliger, zweideutiger und schlechter sind, als diese „Wölfe im Schafskleide”....

Kongo-Fieber bestätigt

vor 1 monat - 08 Mai 2019 | Gesundheit

Windhoek/Ondangwa (nic) – Das Gesundheitsministerium hat den Ausbruch von Krim-Kongo-Fieber (Crimean Congo Haemorrhagic Fever, CCHF) in der Oshikoto-Region bekanntgegeben. Wie die Behörde am Dienstag schriftlich...

Namibia im Kampf gegen Malaria

vor 1 monat - 25 April 2019 | Gesundheit

Heute wird international der Welt- Malariatag begangen, der auf Beschluss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 2007 zum ersten Mal stattgefunden hat, um auf die global...

USA und Namibia verlängern Kooperationsvereinbarung

vor 2 monaten - 18 April 2019 | Gesundheit

Windhoek (nic) • Die USA und Namibia werden auch weiterhin in puncto Gesundheit zusammenarbeiten: US-Botschafterin Lisa Johnson und Gesundheitsminister Kalumbi Shangula haben die Kooperationsvereinbarung zwischen...