18 Juli 2019 | Natur & Umwelt

Hegegemeinden am Scheideweg

Windhoek/Otjiwarongo (Nampa/ms) – Umweltminister Pohamba Shifeta hat namibische Hegegemeinschaften ermahnt, die durch Jagd und Tourismus in ihrem Gebiet erzielten Einnahmen gerecht unter den dort lebenden Bewohner zu verteilen.

Wie er gestern vor rund 200 Teilnehmern bei einer Versammlung der 86 existierenden Hegegemeinden in Otjiwarongo erklärte würden jene jährlich einige Millionen N$ aus Trophäenjagd und Tourismus umsetzen. Von den Einnahmen würde jedoch häufig nicht die Gemeinschaft, sondern einige wenige ihrer Mitgliedern profitieren, die ihren Einfluss und ihre Beziehungen zu traditionellen Führern für den Zweck missbrauchen würden, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern.

Demnach erinnerte er die Teilnehmer der Tagung an eine kürzlich erlassene Verfügung seines Ministeriums, wonach nicht mehr als die Hälfte aller erwirtschafteten Einkünfte eines Hegegebiets den dort lebenden Bewohnern zu Gute kommen dürfe. Ferner appellierte er an die Hegegebiete verbindliche Vereinbarungen über die Verwendung dieser Profite zu treffen und dabei einvernehmlich zu einigen. Außerdem legte er ihnen nahe, Maßnahmen zur Vermeidung von Mensch-Tier-Konflikten zu ergreifen, da sich diese angesichts der vorherrschenden Dürre weiter verschärfen würden.

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