09 Januar 2020 | Natur & Umwelt

Hegegebiete feiern Erfolge

Gemeindebasierter Ansatz bringt Erträge und schützt Artenvielfalt

Namibias Hegegebiete haben bewiesen, dass es möglich ist, Naturschutz und gemeindebasierte Ressourcenwirtschaft miteinander zu vereinen. Das ist das Fazit eines aktuellen Berichts, der über millionenhohen Einnahmen und große Beiträge zur hiesigen Artenvielfalt informiert.

Von Ellanie Smit und Clemens von Alten, Windhoek

Die 86 kommunalen Hegegebiete Namibias haben 2018 rund 884 Millionen Namibia-Dollar zum Nettonationaleinkommen beigetragen. Das geht aus einem aktuellen Bericht zur Lage des gemeinschaftlichen Naturschutzes (2018 State of Community Conservation Report) hervor, der kürzlich als Internetseite (www.communityconservationnamibia.com) vorgestellt wurde; im Laufe des Jahres soll eine gedruckte Ausgabe folgen. Dahinter stecken das Umweltministerium und der Verband NACSO (Namibian Association of Community Based Natural Resource Management Support Organisations).

Demnach leben in diesen Gebieten – die immerhin mehr als 20 Prozent Namibias ausmachen – rund knapp 223000 Menschen. 2018 seien 4926 Arbeitsplätze ermöglicht worden. „Für die örtlichen Gemeinden wurden im Berichtszeitraum allein 147 Millionen N$ an Einnahmen generiert“, heißt es; dabei handele es sich um Geldeinnahmen sowie Sachbezüge, die sich 20 Jahre zuvor noch auf weniger als eine Million N$ belaufen hätten. Der Jointventure-Tourismus habe zu dieser Summe rund 100 Mio. N$ beigetragen, die Trophäenjagd circa 30 Mio. N$.

Seit der Unabhängigkeit habe diese Form der gemeindebasierten Natur- und Ressourcenverwaltung 8,375 Milliarden N$ zum Nettonationaleinkommen Namibias beigetragen. Zum Vergleich: während desselben Zeitraumes seien lediglich 2,5 Mrd. N$ in das Programm investiert worden, der Großteil dieser Summe stamme von Hilfsgeldern und Spenden. Laut Bericht umfassten Hegegebiete zum Ende 2018 insgesamt 169179 Quadratkilometer (oder 16,9 Mio. Hektar), was rund 55 Prozent der kommunalen Ländereien Namibias beinhaltet. „Dieser gemeindebasierte Ansatz hat bewiesen, dass es möglich ist, den Lebensstandard in ländlichen Gebieten zu verbessern und gleichzeitig zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen“, heißt es.

Auch von der wirtschaftlichen Bilanz abgesehen werden die Hegegebiete in dem Bericht als großer Erfolg gefeiert: „Die Elefantenpopulation ist von einst 7000 auf 22000 angewachsen, die Löwen haben sich auch vermehrt und ausgebreitet“, heißt es, „und heute haben wir den größten Bestand an freilaufenden Spitzmaulnashörnern der Welt – es waren einmal nur 65 Tiere.“ Zudem hätten Zählungen gezeigt, dass sich die Anzahl an Springböcken, Oryxantilopen und Bergzebras zwischen 1982 und der Jahrtausendwende „verzehnfacht“, dann für ein Jahrzehnt stabilisiert und danach wieder begonnen habe, abzunehmen.

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