29 März 2010 | Politik

Hausiku: "Keine halben Sachen mehr"

Swakopmund - In seiner ersten Rede zur Nation stieß der neue Vize-Premierminister Marco Hausiku ins gleiche Horn wie Präsident Hifikepunya Pohamba vergangene Woche bei seiner Ansprache zum 20. Unabhängigkeitstag: Er lobte die regierende Partei, die 20 Jahre lang für Frieden, Stabilität und Sicherheit gesorgt habe, indem sie sich von der Verfassung habe leiten lassen. Dann forderte er die Nation auf, beim Aufbau des Landes Eigenverantwortung zu übernehmen und anzupacken.

Es waren nur wenige SWAPO-Anhänger im Mondesa-Stadion in Swakopmund zur Nachfeier erschienen, um der langen Rede zu lauschen. Die meisten Anwesenden waren zudem Kinder.

"Wir können die Vision 2030 noch erreichen, aber nur, wenn wir alle dazu beitragen", sagte Hausiku. "Es ist jetzt die Pflicht eines jeden Einzelnen, seinen individuellen, leistungsorientierten Beitrag zum Aufbau des Landes zu leisten." Hausiku sprach dabei besonders die Schüler und Studenten an, die sich endlich auf den Hosenboden setzen und lernen sollen; und er packte die arbeitende Bevölkerung grob an: Sie solle nicht außerhalb, sondern am Arbeitsplatz endlich produktiv werden. Nur durch Schaffensdrang könne das Land gerettet werden.

"Schluss mit halben Sachen", untermauerte der Vize-Premier das Streben. "Unsere Helden und Heldinnen, die im Kampf für die Freiheit ihr Leben opferten, haben auch keine halben Sachen gemacht. Sie sind schließlich nicht nur halb gestorben. Wir sind es ihnen jetzt schuldig, mit vollem Einsatz unser Bestes zu geben." Von der Putzfrau bis zum Minister sei Jeder verpflichtet, in seinem spezifischen Sektor eine hundertprozentige Dienstleistung zu liefern.

Hausiku betonte jedoch auch, das Land hätte längst nicht dorthin kommen können, wo es jetzt stehe, wenn die Regierung, sprich regierende Partei, nicht all die Jahre für Frieden und Stabilität gesorgt hätte. "Wir sind stolz, denn wir haben bewiesen, dass eine ganze Nation bereit ist, nach der namibischen Verfassung zu leben." Dann gelobte er, dass sich die Regierung auch in Zukunft an die Verfassung halten werde.

"Es gibt kein weiteres Land über die namibischen Grenzen hinweg, das wir unser eigen nennen dürfen", sagte er abschließend, "also haben wir keine andere Wahl, als uns zu akzeptieren und gemeinsam anzupacken".

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