29 Juli 2013 | Natur & Umwelt

Hartmanns-Zebra am Strand

„Ich habe gegen 7 Uhr am Freitagmorgen den ersten Anruf erhalten, dass sich ein Zebra und möglicherweise ein zweites bei Vineta am Strand aufhält und dass das Tier von zahlreichen Personen verfolgt wird. Halb Swakopmund folgte dem Tier durch die Stadt und am Strand sowie an Parkanlagen entlang“, sagte der Tierarzt Dr. Hartmut Winterbach. Woher das Hartmanns-Zebra gekommen war, sei nicht sicher, aber es wird vermutet, dass das Zebra mit dem Swakop-Rivier bis in die Stadt gekommen war. Vermutlich haben Hunde und die vielen fremden Geräusche sowie der starke Ostwind dafür gesorgt, dass das Wildtier die Orientierung verloren hat und sich plötzlich von Menschen und Fahrzeugen verfolgt am Strand von Vineta wiederfand. „Es handelte sich um ein junges Tier welches noch nicht ausgewachsen war. Ich habe im Eifer gar nicht darauf geachtet, ob es eine Stute oder ein Hengst war“, sagte Winterbach. Immer wieder habe das mit Pferden verwandte Tier versucht in eine Straße abzubiegen, aber dort sei es immer wieder an den Strand zurückgetrieben worden. Auch in der Parkanlage gegenüber der Wurstbude in Vineta sei das Tier gewesen. „Letztendlich konnten wir das Hartmanns-Zebra mit Verkehrspolizei und der Nachbarschaftswache aus der Stadt in Richtung des neuen Müllplatzes und der neuen Kläranlage treiben, wo ich das Tier mit Hilfe eines Betäubungsgewehrs betäuben konnte“, sagte der Swakopmunder Veterinär. Die zur Hilfe gerufene Naturschutzbehörde habe das junge Zebra aufgeladen und unter Betäubung in den Namib-Naukluftpark an die Wasserstelle Hotsas gebracht und dort freigelassen. „Ich konnte die Beamten nicht begleiten, da sich das Gerücht eines zweiten Tieres hartnäckig hielt und ich dieses ebenfalls hätte betäuben müssen“, sagte Winterbach. Es sei aber kein zweites Zebra aufgetaucht. Das junge Tier habe sehr viel Angst und Stress gehabt und sollte deshalb nicht „nur in die Wüste gejagt werden, wo wahrscheinlich weitere Menschen, Fahrzeuge und sogar Hunde es nicht hätten zur Ruhe kommen lassen“. Zahlreiche Wildtiere, vor allem Springböcke suchen die Nähe der Kleinsiedlungen und der Stadt, da es in der Wüste - in dem Dorob-Nationalpark und im Namib-Naukluftpark sehr wenig zu fressen gibt. Das Grün auf den Kleinsiedlungen, auf Sportplätzen und in Gärten lockt die wilden Tiere an, so Experten. Winterbach hofft, dass das junge Zebra nicht von ihm fremden Familiengruppen angegriffen und verletzt oder gar getötet wird. Von Dirk Heinrich Windhoek/Swakopmund

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