28 Juli 2021 | Wirtschaft

Handelsvertreter abberufen

Kosteneinsparung: Uneinigkeit bezüglich Auslandseinsätzen

Das Namibia Investment Promotion and Development Board (NIPDB) hat sich dazu entschieden, alle namibischen Handelattachès, die derzeit im Ausland stationiert sind, abzuziehen und stößt damit auf Kritik. Den Steuerzahler kostet der Unterhalt der Vertreter indessen jährlich circa 45 Mio. N$.

Von O. Tlhage, M. Haufiku und S.Balzar, Windhoek

Namibias Handelsberater in den Vereinigten Staaten von Amerika, Indien, Angola, Äthiopien, Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich und der Schweiz, deren vierjährige Amtszeit im Juni 2023 endet, wurden vorzeitig von ihren Posten abgezogen. Quellen zufolge sollen die Vertreter die entsprechenden Bescheide bereits erhalten haben und schon Ende August nach Namibia zurückkehren. Nur Henoch Ramakhutla (Südafrika) und Diana Tjiposa (Belgien), deren Amtszeit ohnehin im nächsten Monat endet, sind von dieser Anweisung ausgeschlossen (die Position in England ist derzeit vakant und somit ebenfalls nicht betroffen).

Stimmen zufolge sollen die Abberufenen wieder die Stellen im Handelsministerium übernehmen, die sie vor ihrem Auslandseinsatz besetzt hatten, während andere für das NIPDB tätig werden sollen. Auch von Entlassungen ist jedoch die Rede. „Ich kann bestätigen, dass wir die Briefe ausgestellt haben, aber dies ist eine interne Angelegenheit, zu der ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht näher äußern möchte“, sagte indessen die NIPDB-Geschäftsführerin, Nangula Uaandja.

Offiziellen Angaben zufolge gibt die Regierung monatlich fast 4 Millionen N$ für den Unterhalt dieser Posten aus. Die Kosten decken unter anderem die Mieten für Büros und Wohnungen, die Versorgungsleistungen, die Gehälter der Handelsberater sowie die Zulagen für ihre Ehepartner und die Schulgebühren für ihre Kinder. Während eine Kosteneinsparung als treibender Faktor für die Abberufungen im Raum steht, sehen kritische Stimmen diesen Schritt als ein Sprungbrett zur Entsendung neuer Berater. „Die zuständigen Leute wollen ihre Freunde ins Ausland schicken. Nichts deutet darauf hin, dass die Kosten für diese Auslandseinsätze zu hoch sind, denn wir wissen alle, wie hoch die Lebenshaltungskosten in Ländern wie Frankreich und der Schweiz sind“, heißt es.

Andere wiederum sehen die Rückkehr der Handelsvertreter als Teil eines Machtkampfes zwischen dem Handelsministerium und dem neu gegründeten Investitionsausschuss. Anders als allgemein erwartet, untersteht das NIPDB nicht dem Handelsministerium, sondern dem Präsidialamt. Handelsministerin Lucia Iipumbu soll dies nicht gefallen, da es ihr dadurch an Entscheidungsgewalt fehle und sie somit auch nicht an der Entscheidung bezüglich der Abberufung beteiligt gewesen sein soll. Iipumbu wollte sich hierzu auf Nachfrage nicht äußern.

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